VhU zu Streiks am Flughafen
Fasbender: "Missbrauch gewerkschaftlicher Rechte durch eine kleine Spezialistentruppe schädigt Kollegen, Arbeitgeber und die ganze Gesellschaft"
17.02.2012
Frankfurt am Main. Mit harter Kritik hat die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) auf die Streikaktion am Frankfurter Flughafen reagiert. 200 von zigtausend Arbeitnehmern am Flughafen nutzten hier das Erpressungspotenzial ihrer Spezialistenstellung, um ungerechte Sondervorteile für sich herauszuholen. Ein Busfahrer der sogenannten Follow-me-Busse erhalte bereits ca. 40.000 Euro im Jahr für eine Tätigkeit, die keine Berufsausbildung, sondern nur ein kurzes Anlernen und Führerscheinklasse B erfordere. Er sei damit bereits besser gestellt als ein Industriearbeiter mit 3 ½-jähriger Berufsausbildung.
Kein Fraport-Kollege könne Verständnis dafür aufbringen, dass er 50
Prozent und mehr Lohnerhöhung verlange. Das sei schlicht ungerecht.
"Nach meinem Eindruck wird hier die große Idee der Gewerkschaften
regelrecht missbraucht, der Arbeitgeber erpresst und den Reisenden ein
unverhältnismäßiger Schaden zugefügt. Eine Forderung auf 50 bis 70
Prozent mehr erscheint mir bei diesem Ausgangspunkt einfach
unanständig", erklärte VhU-Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender.
Fasbender forderte, den Fall zum Anlass zu nehmen, jetzt endlich
gesetzgeberisch den Gedanken "ein Betrieb, ein Tarifvertrag" wieder
herzustellen.
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