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Stefan Hoehl
Dr. Stefan Hoehl
Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik
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Perspektive Vollbeschäftigung

Arbeitsmarkt Hessen 



In Hessen erhalten über 400.000 Menschen – rund 300.000 Arbeitsfähige mit ihren Familien – Arbeitslosengeld II („Hartz IV“). Davon sind rund 130.000 arbeitslos, hiervon wiederum 55.000 langzeitarbeitslos. „Hartz IV“ kostet die Steuerzahler jährlich knapp drei Milliarden Euro, wovon auf die hessischen Kommunen rund 700 Millionen Euro entfallen. Zwar konnte die Zahl der Langzeitarbeitslosen in den letzten Jahren fast halbiert werden – die Zahl der Personen und die Kosten von Hartz IV blieben jedoch weitgehend unverändert. Grund hierfür ist, dass Langzeitarbeitslose nur einen Bruchteil aller Hartz-IV-Bezieher ausmachen. Der überwiegende Teil ist u. a. kurzfristig arbeitslos, nimmt an einer Fördermaßnahme teil, erhält zum Arbeitslohn aufstockendes Arbeitslosengeld II oder ist als Schüler bzw. Elternteil unabkömmlich.


Schlüssel für größere Erfolge bei Hartz IV ist die sofortige Vermittlung in notfalls auch niedrig entlohnte Arbeit. Optionskommunen, Jobcenter und das Land Hessen haben es in der Hand, Hartz IV durch eine konsequente Aktivierungsstrategie zum Erfolg zu führen. Die vorliegende Broschüre zeigt dies ebenso auf wie das Interesse und die Verantwortung der Unternehmen, die Verantwortung von Gewerkschaften und Sozialverbänden sowie erforderliche Gesetzesänderungen.