Altersvorsorge: Abschlagsfreie Frührente beenden

Um was geht es?

Altersvorsorge im demographischen Wandel

Das Drei-Säulen-Modell aus Gesetzlicher Rentenversicherung, betrieblicher und privater Altersvorsorge bleibt richtig und unverzichtbar. Über 70 Prozent aller Beschäftigten haben eine betriebliche oder private Altersvorsorge. Hinzu kommen 53 Mio. private Lebens- und Rentenversicherungsverträge sowie Wohneigentum.

Die gesetzliche Rentenversicherung bleibt die stärkste Säule der Altersvorsorge. Sie ist jedoch anfällig für die demographische Entwicklung mit weniger Erwerbstätigen und immer mehr Rentnern. Um die Lasten einer alternden Gesellschaft zu verteilen, sollten die Renten auch zukünftig weniger stark steigen als die Löhne. Die Renten steigen bis 2030 jedes Jahr dann immer noch um durchschnittlich über 2 Prozent.

Das für die Stabilisierung der gesetzlichen Rente dringend notwendige längere Erwerbsleben ist für viele längst Realität: die Beschäftigungsquote der 55- bis 64-jährigen seit dem Jahr 2000 um gut 75 % gestiegen – von rund 37 auf über 65 %.


 
Was braucht die Wirtschaft?

Längere Erwerbsbiografien und keine Kostenexplosion beim Rentenbeitrag

Bei einem stark sinkenden Arbeitskräftepotential braucht die Wirtschaft Ältere länger in Arbeit und einen Gesamtsozialversicherungsbeitrag unter 40%, damit Arbeitsplätze wettbewerbsfähig bleiben.

Was ist zu tun?

Frühverrentung beenden, Gesundheit erhalten, keine Zusatzleistungen

Abschlagfreie Frührente abschaffen:
Wer länger und gesünder alt wird, muss auch länger zur Finanzierung seiner Rente beitragen und kann dies nicht nachfolgenden Generationen überlassen. Die abschlagfreie Frührente mit 63 und 65 muss deshalb beendet werden.

Bessere Prävention und Rehabilitation:
Ärzte, Betriebsärzte, Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie insbesondere die Rehabilitationsträger müssen jeder an seinem Platz und auch zusammen die Gefahr von langfristigen Erkrankungen erkennen und verhindern oder aber für eine erfolgreiche Rehabilitation zurück an den Arbeitsplatz sorgen.

Guter Rahmen für Beschäftigung
Bildung und Ausbildung müssen gestärkt, die Zahl der Personen ohne Abschluss reduziert und Steuern und Beiträge in einem beherrschbaren Rahmen gehalten werden.

Beiträge nur für Versicherungsleistungen
Versicherungsfremde Leistungen wie die Mütterrente müssen aus Steuergeldern bezahlt werden.