Energiemix Benzin, Diesel, Gas, Heizöl und Kerosin weiter nutzen: Treibhausgasneutral!

Um was geht es?

Wichtige Energieträger für Industrie,
Verkehr und Gebäude

In Deutschland stellen flüssige Kraft- und Brennstoffe 98 % der Antriebsenergie im Luft-, Straßen- und Schiffsverkehr und etwa 22 % der Heizenergie bereit. Weitere 40 % der Hei-zenergie stammen aus Erdgas. Die chemische Industrie deckt ihren organischen Rohstoffbedarf weitestgehend aus Mineralöl und Erdgas. Die Infrastruktur (z.B. Gasnetze, Tankstellen, Tanklager, Pipelines) hat einen großen volkswirtschaftlichen Wert.

Synthetisch hergestellte Energieträger und Rohstoffe sind unverzichtbar, um den Treibhausgasausstoß zu verringern. Über Elektrolyse können Wasserstoff, Methangas, Kerosin, Diesel, Benzin und Heizöl treibhausgasneutral hergestellt werden, indem Strom aus erneuerbaren Quellen genutzt wird.

Laut einer Prognos-Studie (2018) können treibhausgasneutrale Kraft- und Brennstoffe perspektivisch zu recht günstigen Preisen angeboten werden: In 2050 können synthetische Kraftstoffe zu Kosten zwischen 0,70 Euro je Liter (optimale Standortbedingungen) und rund 1,30 Euro je Liter erzeugt werden. So wären treibhausgasneutrale Kraftstoffe gegenüber rein strombasierten Lösungen wettbewerbsfähig.
 
Was braucht die Wirtschaft?

Eine günstige und treibhausgasneutrale Versorgung mit Benzin, Diesel, Gas, Heizöl und Kerosin

Benzin, Diesel, Gas, Heizöl, Kerosin sowie Mineralöl und Gas als chemische Rohstoffe müssen zu wettbewerbsfähigen Preisen zur Verfügung stehen. Der CO2-Ausstoß muss verringert werden, ohne die Wirtschaftskraft zu schmälern.

Was ist zu tun?

Die synthetische Herstellung von Kraft- und Brennstoffen ermöglichen

Chance für synthetische Kraftstoffe:    
Die Klimapolitik muss synthetischen Energieträgern Marktchancen lassen. Sie darf nicht einseitig auf Elektrifizierung setzen. Sie darf flüssige und gasförmige Energieträger nicht länger diskriminieren. Vorhan-dene Infrastrukturen, Verbrennungsmotoren im Verkehr, Öl- und Gasheizungen in Gebäuden und bewährte Verfahren in der Industrie können weiter genutzt werden.

CO2-Obergrenzen:    
Bei Straßenverkehr und Gebäuden sollte der CO2-Ausstoß über eine zweite, jährlich sinkende Obergrenze verbindlich reduziert werden, die möglichst EU-weit gilt. Vorbild ist das EU-System für Strom und Industrie (ETS), das den CO2-Ausstoß senkt – dank Handelbarkeit von Zertifikaten zu geringsten Kosten.    

Technologie offen lassen!    
Abgeschafft werden sollten technologiespezifische Vorgaben und Fördersysteme wie EEG, CO2-Flottengrenzwerte im Automobilsektor, Quoten und Verbote. An ihre Stelle sollten Wettbewerb und Erfindergeist treten.