Gebäude: Für CO2-Deckel bei Heizöl und Erdgas. Keine Steuererhöhung. Keine CO2-Steuer.

Um was geht es?

CO2-Ausstoß weiter reduzieren, unnötige Belastungen verhindern

In Deutschland wurden 866 Mio. t Treibhausgase (CO2-Äquivalente) in 2018 ausgestoßen. Davon kamen 117 Mio. t (13,5%) aus dem Gebäudesektor. Bis zum Jahr 2030 soll laut „Klimaschutzplan 2050“ der Bundesregierung der Ausstoß von Gebäuden auf 72 Mio. t sinken.

Dazu muss in den 12 Jahren von 2019 bis 2030 der Ausstoß im Gebäudebereich um jährlich 3,75 Mio. t CO2-Ä. sinken. Das entspricht anfänglich einer Senkung um 3,2% pro Jahr. Angesichts der technischen Innovationen im Gebäudesektor dürfte dies zu erreichen sein.

 
Quelle: BMU, eigene VhU-Berechnungen.

Was braucht die Wirtschaft?

Reduktion des CO2-Ausstoßes ökonomisch und sozial verträglich

Auch im Bereich der Gebäude muss der Ausstoß von CO2 reduziert werden. Dieser Umbau  kostet sehr viel Geld. Aber die Kosten und der administrative Aufwand für Bürger und Betriebe sollen dabei so gering wie möglich sein.

Was ist zu tun?

Neuer CO2-Deckel mit Zertifikatehandel

Neuer sinkender CO2-Deckel:
Ein jährlich sinkender Deckel für den CO2-Ausstoß durch Verbrennung von Heizöl und Erdgas in Gebäuden soll eingeführt werden. Der Deckel soll auch den Sektor Straßenverkehr und den CO2-Ausstoß aus Benzin und Diesel erfassen.

Neues CO2-Zertifikatehandelssystem:
Ein CO2-Zertifkatehandel soll für den Sektor Gebäude zusammen mit dem Sektor Straßenverkehr geschaffen werden. Er soll bei den Mineralöl- und Erdgasgesellschaften ansetzen. Das sind weniger als 100 in Deutschland. Zur Sicherung des Industriestandorts soll dieser Zertifikatehandel getrennt sein vom bestehenden Zertifikatehandel für Stromerzeugung, Industrie und Luftfahrt. Der neue Zertifikatehandel soll möglichst EU-weit gelten.

Technologieoffenheit wahren:
Bürger und Betriebe sollen frei entscheiden, mit welchen Maßnahmen sie ihren CO2-Ausstoß am wirtschaftlichsten reduzieren können. Z.B. durch neue Heizungen, den Wechsel zu alternativen Brennstoffen oder Investitionen in Gebäudedämmung.

In Neubauten:
Die Energieeinsparverordnung braucht und darf nicht weiter verschärft werden.

In Bestandsgebäuden:
Bürger und Betriebe dürfen nicht wie in Baden-Württemberg verpflichtet werden, bestimmte Energien einzubauen.

Keine neue CO2-Steuer:
Höhere oder neue Steuern garantieren nur die Belastung von Bürgern und Betrieben. Sie garantieren jedoch nicht die Reduktion des CO2-Ausstoßes.

[Kein Titel]