Regionaler Verkehr: Odenwald: Straße und Schiene ausbauen

Um was geht es?

Zu viele Staus, zu wenige Züge

Der Odenwald ist eine Wachstumsregion und beherbergt zahleiche florierende Industrie- und Logistikunternehmen. Die Beschäftigtenzahlen nehmen stetig zu. Gleichzeitig verfügt der Odenwald als einziger hessischer Landkreis über keinen Autobahnanschluss. Mit dem Rhein-Main-Gebiet wird der Odenwald im Wesentlichen über die B38 und B45 sowie auf der Schiene über die Odenwaldbahn angebunden. Beide Straßen sind überlastet.
Das gilt besonders für die B45, die eine wichtige Verbindung zwischen dem Produktionsstandort Odenwaldkreis und den anliegenden Logistikzentren im Kreis Darmstadt-Dieburg ist. Der Bundesverkehrswegeplan prognostiziert für die B45, dass die Zahl der Kraftfahrzeuge von täglich 21.100 im Jahr 2010 auf 37.000 im Jahr 2025 ansteigen wird.
Die B38 hat als Nord-Süd-Achse eine wichtige Verbindungs- und Netzfunktion über den Odenwald hinaus. Der Bundesverkehrswege-plan geht für die B38 von einem Anstieg der Verkehrsbelastung von 12.100 (2018) auf bis zu 20.000 Kraftfahrzeuge (2025) täglich aus.
Leider sind beide Straßen in den Planungen der Landesregierung bis zum Jahr 2021 nicht vorgesehen, obwohl sie im Bundesverkehrswegeplan als dringlich eingestuft wurden.
Auch die Schienenverbindung in den Odenwald stößt an ihre Kapazitätsgrenze. Die zusätzlichen Fahrangebote für die Odenwaldbahn nach dem Fahrplanwechsel 2017/2018 können den Engpass nicht kompensieren.

Was braucht die Wirtschaft?

Mehr Straßen, mehr Zugverbindungen

Die Anbindung des Odenwaldkreises an das Rhein-Main-Gebiet muss auf Straße und Schiene dringend verbessert werden.
 

Was ist zu tun?

B45 und B38 ausbauen, mehr Züge auf einer ausgebauten Odenwaldbahn

Planung des vierspurigen B45-Ausbaus zwischen Groß-Umstadt und Dieburg.
Als Übergangslösung wäre ein Ausbau auf vorerst 2+1 Fahrspuren mit stoßzeitbedingter Richtungsfreigabe denkbar. Der Unfallschwerpunkt Semder Kreuz sollte durch Ampelschaltung entlastet werden.

Planung der B38-Ortsumfahrungen
von Groß-Bieberau, Fürth-Lörzenbach und Mörlenbach.

Mehr Ressourcen für Planung bereitstellen
Das Land muss mehr Ressourcen für Planungen bereitstellen: Sowohl in der Verkehrsbehörde Hessen Mobil als auch zur Beauftragung von Ingenieurbüros.

Höhere Taktung der Odenwaldbahn.
Ein durchweg zweigleisiger Ausbau oder zumindest „Ausgleichstellen“ sind nötig.