9-Euro-Ticket

Rohletter: „Sehen hohes Frustrationspotenzial. Bessere Verbindungen, Ausbau der Infrastruktur, mehr Busse und Züge sowie eine bessere Taktung nötig.“

9-Euro-Ticket
Rohletter: „Sehen hohes Frustrationspotenzial. Bessere Verbindungen, Ausbau der Infrastruktur, mehr Busse und Züge sowie eine bessere Taktung nötig.“

Frankfurt am Main. Ab Juni soll mit dem sog. „9-Euro-Ticket“ die Nutzung des ÖPNV in ganz Deutschland zum Preis von 9 Euro monatlich, für den Zeitraum bis einschließlich August, möglich sein.

Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) sieht hohes Frustrationspotenzial bei den Nutzern und vermisst eine begleitende Initiative zum Ausbau und zur Qualitätsverbesserung des bestehenden Angebots im öffentlichen Personennahverkehr: „Allein die einseitige Verbilligungsstrategie wird nicht den erhofften Erfolg bringen. Es braucht dringend Maßnahmen zum Ausbau der Schieneninfrastruktur und zur Verbesserung des Angebots im ÖPNV“, erklärt Klaus Rohletter, Vorsitzender des VhU-Verkehrsausschusses.

Die Maßnahme aus dem Entlastungspaket II, das als Reaktion auf die gestiegenen Kraftstoffpreise von der Regierungskoalition in Berlin geschnürt wurde, soll Anreiz zur Nutzung des ÖPNV schaffen und zu einem dauerhaften Umstieg vom eigenen Auto auf öffentliche Verkehrsmittel führen.

„Neben dem Ticketpreis ist vor allem die Qualität des Verkehrsangebots entscheidend, um von der dauerhaften Nutzung des ÖPNV zu überzeugen. Nach der Corona-Pandemie sehen wir derzeit einen Anstieg der Nutzerzahlen, was ohne die Einführung des „9-Euro-Tickets“ schon zu übervollen Verkehrsträgern führen wird. Wie soll das aussehen, wenn die erhofften Neukunden hinzukommen?“, fragt sich Rohletter und fordert: „Wir brauchen bessere Verbindungen, Ausbau der Infrastruktur, mehr Busse und Züge sowie eine bessere Taktung, auch in den Randzeiten.“

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