Flughafen Frankfurt

Pollert: „Freiwillige Lösung bei der Lärmobergrenze zeigt, dass es keiner Verschärfung des Landesentwicklungsplans beim Thema Fluglärm bedarf.“

Frankfurt/Main. „Eine freiwillige Lärmobergrenze in Kooperation mit Fraport und den Airlines ist begrüßenswert, sie darf aber nicht durch neue Vorgaben im Landesentwicklungsplan begleitet werden. Die Landesregierung muss ihren Vorschlag zur Verschärfung des Landesentwicklungsplans zurücknehmen“, erklärte heute Dirk Pollert, VhU-Hauptgeschäftsführer anlässlich der für morgen angekündigten Pressekonferenz von Minister Al-Wazir.

Er forderte die Landesregierung auf, ihren Entwurf zur 3. Änderung des Landesentwicklungsplans Hessen 2000 zu korrigieren und „die Nachtruhe der Bevölkerung“ nicht von einem landesplanerischen Grundsatz zu einem Ziel hoch zu stufen. Es sei kein Grund ersichtlich, der die Verschärfung des Grundsatzes notwendig mache. Dem nächtlichen Lärmschutz wurde mit Nachtflugverbot und Bewegungskontingent in den Nachtrandstunden bereits ausreichend Rechnung getragen, so Pollert.

Pollert bekräftigte die Kooperationsbereitschaft der Wirtschaft: „Wir wollen und wir können beides erreichen: verbesserten Lärmschutz und weiteres Wachstum des Flughafens. Die Kapazität und der Betrieb des Flughafens dürfen nicht weiter beschränkt werden. Die langfristige Zahl von bis zu 701.000 Flugbewegungen pro Jahr in Frankfurt ist planfestgestellt und darf auch künftig nicht in Frage gestellt werden.“

Die Zeit der Drohungen mit Zwangsmaßnahmen gegenüber der Luftverkehrswirtschaft müsse nun vorbei sein, sagte Pollert. Stattdessen sollte sich die Landespolitik für eine Entlastung der heimischen Airlines einsetzen, etwa durch Abschaffung der Luftverkehrsteuer, damit Lufthansa und Condor mehr Geld in neues und lärmärmeres Fluggerät investieren können.

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