Kritik am Mietendeckel von Frankfurts OB Feldmann

Reimann: „Gut, dass Wohnungsminister Al-Wazir umgehend ‚Nein‘ gesagt hat. SPD sollte die große Bedeutung privater Vermieter anerkennen.“

Frankfurt/Main. „Die klare und rasche Ablehnung des SPD-Vorschlags eines Mietendeckels durch Hessens Wohnungsminister Tarek Al-Wazir ist richtig. Denn private Vermieter werden nur dann in neue Wohnungen investieren, wenn sie auch künftig steigende Kosten durch angemessene Mieterhöhungen weiter geben können.

Der Mietendeckel von OB Feldmann wäre eine Investitionsbremse“, sagte Thomas Reimann, Vorsitzender des Bau- und Immobilienausschusses der VhU und Vorstandsvorsitzender der mittelständischen Bauunternehmung ALEA AG in Frankfurt. Oberbürgermeister Peter Feldmann und die SPD-Fraktion im Frankfurter Römer hatten vorgeschlagen, mittels Rechtsverordnung des Landes Mietsteigerungen auf maximal ein Prozent jährlich zu begrenzen.

Reimann: „Es muss privaten Vermietern und Bauherrn erleichtert und nicht erschwert werden, neue Wohnungen zu schaffen. Mehr Angebot dämpft Mietensteigerungen. Der marktwirtschaftliche Ansatz ist das beste Rezept gegen den Mangel an günstigen Wohnungen. SPD-Kommunalpolitiker sollten dazu beitragen, dass die Städte und Gemeinden mehr Bauflächen ermöglichen. Zudem sollte die SPD die wichtige Rolle der privaten Vermieter anerkennen und ihr ‚Feindbild private Vermieter‘ aufgeben. Die allermeisten Mieter in Hessen wohnen bei privaten Vermietern, mit denen sie in aller Regel sehr gut auskommen.“

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Jens Jacobi

Jens Jacobi
Referent für Bau- und Immobilienpolitik