Luftverkehrsteuer

Knake: „Diese ‚Anti-Hessen-Steuer‘ gehört abgeschafft und nicht erhöht!“ // Luftverkehrsstandort Hessen darf nicht weiter benachteiligt werden

Die hessische Wirtschaft lehnt die Erhöhung der Luftverkehrsteuer ab und bekräftigt ihre langjährige Forderung nach Abschaffung der Steuer.

„Die Luftverkehrsteuer ist eine ‚Anti-Hessen-Steuer‘. Sie gehört abgeschafft und nicht erhöht!“, sagte der Vorsitzende des Verkehrsausschusses der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Dr.-Ing. Jochen Knake, Geschäftsführer des Elektroindustrieunternehmens NOLTA GmbH in Cölbe.

Kritisch sei insbesondere die deutliche Anhebung der Besteuerung der Flüge bis 2.500 km (Distanzklasse 1), die bereits heute über 80 Prozent der Luftverkehrsteuer ausmache. Dr. Knake: „Die Erhöhung der Luftverkehrsteuer wird fast gar nichts zum Klimaschutz beitragen. Denn der europäische und inländische Luftverkehr wird bereits voll vom EU-weiten CO2-Deckel erfasst und ab 2020 in das globale Kompensationsprogramm CORSIA einbezogen.“

Allerdings werde es die Steuererhöhung den Airlines erschweren, in emissionsärmere Flugzeuge zu investieren. Zudem werde die Entwicklung treibhausgasneutral hergestellter synthetischer Kraftstoffe durch die neue Belastung gehemmt.

Die Erhöhung der Luftverkehrsteuer lasse sich auch nicht mit dem politischen Ziel einer Verbilligung von Bahntickets rechtfertigen. Gerade im innereuropäischen und Mittelstrecken-Luftverkehr gibt es für die meisten Passagiere und für den Großteil der Luftfracht auf den meisten Verbindungen keine realistische Alternative zum Fliegen, leider auch nicht auf der Schiene. Dr. Knake: „Wer zurecht will, dass sich mehr Passagiere für die Bahn begeistern und dass mehr Güter auf die Schiene verlagert werden, der muss vor allem die Schieneninfrastruktur schneller ausbauen.“

Dr. Knake: „Wir appellieren an die hessischen Abgeordneten von CDU und SPD im Bundestag, im parlamentarischen Prozess nachzubessern und ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einzuhalten, nationale einseitige Kosten des Luftverkehrs aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit zu überprüfen und Unternehmen zu entlasten.“

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Ansprechpartner
Stephanie Wüst

Stephanie Wüst
Referentin Verkehrs-und Logistikpolitik