Mitgliedersammlung der Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks

Bernd Ehinger feierlich verabschiedet

Die Arbeitgeberverbände des hessischen Handwerks e.V. (AHH) verabschiedeten auf ihrer Herbst-Mitgliederversammlung in Wiesbaden den langjährigen HHT-Präsidenten: „Für das Handwerk in Hessen geht eine Ära zuEnde: die Ära Bernd Ehinger.

Über Jahrzehnte hat Bernd Ehinger als unser Vertreter des Handwerks an vielen Stellschrauben der hessischen Politik gedreht“, so Wolfgang Kramwinkel, Präsident der AHH vor Vertretern der Fachverbände im Meistersaal der HandwerkskammerWiesbaden.

„Bernd Ehinger hat immer Wert daraufgelegt, dass das Handwerk die ihm zugedachte Rolle als Wirtschaftsmacht von nebenan eingenommen hat und einnehmen konnte. Dafür und für Dein engagiertes Wirken insgesamt inden vielen von Dir ehrenamtlich übernommenen Funktionen übermittele ich Dir ausdrücklich den Dank des gesamten hessischen Handwerks.“

Auch Ehingers Nachfolger als HHT-Präsident, Stefan Füll, dankte seinem Vorgänger und betonte: „Die Fußstapfen, die Bernd Ehinger hinterlässt, sind schwerlich zu füllen. Aber was Bernd Ehinger immer wichtig war,werden wir versuchen fortzusetzen: dass das hessische Handwerk mit einer Stimme spricht - über die Innungen und Kreishandwerkerschaften vor Ort, gemeinsam mit den Fachverbänden und den Kammern. In diesem Sinne freue ich mich schon auf die Zusammenarbeit mitden AHH als Dachorganisation der freiwillig organisierten Fachverbände.“

Zentrales Thema der Mitgliederversammlung war insbesondere die wirtschaftliche Lage der verschiedenen Handwerksgewerke während der Corona-Pandemie. Immer wieder wurde die Sorge geäußert, bei der aktuell relativstabilen Auftragslage handle es sich insbesondere um Vorzieheffekte, z.B. bei der Anschaffung von Klimaanlagen, Jalousien oder im Ausbaubereich. Hier werde die Flexibilität durch das Homeoffice und die Umsatzsteuersenkung genutzt. Sorgen machte den Verbändender Blick auf das Jahr 2021, hier wird mit einem stärkeren Umsatzrückgang gerechnet. Auch Erkrankungen in der Belegschaft sowie Quarantäne-Fälle machten den Betrieben zu schaffen, neben den aktuellen Auswirkungen des Lockdowns im November.

Präsident Kramwinkel betonte mit Blick auf die Politik: „Das Handwerk hat sich als wahre Stütze der Gesellschaft und Konjunktur erwiesen, unsere Betriebe haben den Laden am Laufen gehalten. In diesem Sinne kannman nur an die Politik appellieren, uns weiter unsere Arbeit machen zu lassen und den stark betroffenen Betrieben unter die Arme zu greifen. Darüber hinaus braucht es eine längerfristige Strategie und Investitionen, damit das Jahr 2021 nicht zum erneuten Krisenjahrfür die deutsche Wirtschaft wird.“  Bildrechte: AHH

Zurück zur Übersicht