Monitoringbericht Energiewende in Hessen 2017

Bartholomäus: „Strompreise nicht mehr wettbewerbsfähig“

Frankfurt am Main. Der Monitoringbericht Energiewende in Hessen 2017 stellt fest, dass „der Produktionsfaktor Strom in Deutschland im Vergleich zum Jahr 2000 um fast das Dreifache gestiegen“ ist (Seite 85).

Peter Bartholomäus, Vorsitzender des VhU-Energieausschusses und Vorsitzender der Geschäftsleitung des Industrieparkbetreibers InfraServ Wiesbaden, sagte hierzu: „Der Bericht der Landesregierung bestätigt, dass der Industriestrompreis nicht mehr wettbewerbsfähig ist.  Es ist bedauerlich, dass die schwarz-grüne Landesregierung keine Konsequenzen aus diesem energiepolitischen Fiasko zieht. Statt eines Kurswechsels hin zur wirtschaftlichen Vernunft in der Energiepolitik, taucht das Ziel der Bezahlbarkeit im Katalog der energiepolitischen Ziele der Landesregierung, der dem Monitoringbericht vorangestellt ist, gar nicht mehr auf.“

Bartholomäus forderte, es müsse Schluss sein mit der Energiepolitik nach dem Motto ‚Koste es, was es wolle‘! „Die hessische Wirtschaft braucht eine Landespolitik, die sich ihrer Verantwortung für den Wirtschaftsstandort bewusst ist und sich für den Erhalt industrieller Wertschöpfungsketten einsetzt. Jetzt werden die Wahlprogramme für die Landtagswahl 2018 geschrieben. Wir brauchen in Hessen einen Paradigmenwechsel in der Energiepolitik!“, so Bartholomäus. Mit der CDU habe bereits ein Koalitionspartner beschlossen, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, dass neuen Ökostromanlagen keine neuen Subventionszusagen mehr gegeben würden. In diesem Sinne gelte es umzusteuern.
Der Koalitionsvertrag in Nordrhein-Westfalen könne als Vorbild für eine wirtschaftsfreundliche Politik nach der Landtagswahl dienen.

Zurück zur Übersicht