Staatsminister Kai Klose überreicht Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

VhU Gastgeber der Charta Verleihung zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Frankfurt/Main. Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) war in diesem Jahr bereits zum fünften Mal wieder Gastgeber der Charta Verleihung zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.

Der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose, sowie der Hauptgeschäftsführer der VhU, Dirk Pollert, begrüßten am 7. Oktober im Haus der Wirtschaft in Frankfurt 41 neue Charta-Unternehmen. „Ich freue mich, dass Sie als Vertreter der Privatwirtschaft und der öffentlichen Verwaltung heute das wichtige Thema Pflege und Beruf in der Öffentlichkeit sichtbar machen. Pflege ist eine unserer großen gesellschaftspolitischen Herausforderungen. Ein wichtiges Anliegen der VhU ist es, die Sozialsysteme demografiefest zu machen, um Arbeitgeber zu entlasten und den Standort Deutschland zu sichern. Neben den notwendigen Strukturreformen sind freiwillige Lösungen ein wichtiger Bestandteil, um diese Herausforderungen zu stemmen“, sagte Pollert zur Begrüßung.

So müsse beispielsweise das althergebrachte Arbeitszeitrecht dringend flexibilisiert und Beitragssatzsteigerungen von Pflege-, Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung verhindert werden. „Die tägliche Höchstarbeitszeitdauer von acht Stunden und die Notwendigkeit einer ununterbrochenen Ruhezeit von mindestens elf Stunden zwischen zwei Schichten zwängen erwerbstätige Angehörige in ein Korsett, das ihnen die Planung der Pflege deutlich erschwert. Deshalb brauchen wir statt einer täglichen eine wöchentliche Höchstarbeitszeit, wie sie im Europarecht geboten ist. Die ununterbrochene Ruhezeit sollte auf neun Stunden verkürzt werden, damit die Arbeitnehmer die Pflege ihrer Angehörigen gemeinsam mit dem Arbeitgeber noch flexibler planen können“, erklärte Pollert.

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Ins Leben gerufen wurde die Vereinbarkeits-Charta vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration gemeinsam mit der AOK Hessen, dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V., der berufundfamilie Service GmbH sowie der VhU, welche die Charta als eine der Ersten unterzeichnete. Vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum Großbetrieb engagieren sich seit 2013 bereits 254 hessische Unternehmen, Behörden, Gemeinden, Institutionen und Hochschule aus unterschiedlichsten Branchen und Bereichen mit der Charta für eine pflegesensible Personalpolitik.

„Als Vertreter der freiwillig organisierten hessischen Privatwirtschaft freut mich besonders, dass die hessische Initiative „Pflege und Beruf vereinbaren“ eine freiwillige Initiative ist. Sie alle sind heute hier, weil Sie von der Wichtigkeit des Themas und dem Nutzen, etwas zu tun, überzeugt sind. Und das sind die besten Voraussetzungen. Ich wünsche unseren gemeinsamen Anstrengungen für eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf viel Erfolg und bedanke mich bei allen Charta-Unterzeichnern für ihr Engagement“, sagte Pollert abschließend.

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Weitere Informationen:

 Grußwort von Dirk Pollert

Dr. Cornelia Seitz, Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V. info@berufundpflege.hessen.de
Lynn Schmidl, Tel:. 06032 86958-717, schmidl.lynn@bwhw.de

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