Verkauf des Alten Polizeipräsidiums Frankfurt

Brömer: „Gut, dass das Land endlich verkauft hat. Erlös sollte in Wohnungsbau, Bildung, Wissenschaft und Schuldentilgung fließen“

Frankfurt am Main. „Jede Fläche, die in Frankfurts Innenstadt dem Wohnungsbau zugeführt wird, ist willkommen, denn dies lindert den Druck im Wohnungsmarkt in Frankfurt und im Umland.

Gut, dass das Land endlich verkauft hat. Und es ist grundsätzlich gut, dass das Land den Erlös von mehr als 200 Mio. Euro in Wohnungsbau, Bildung und Wissenschaft investieren will. Es wäre aber noch besser, wenn die Landesregierung einen Teil des Erlöses auch in die Schuldentilgung steckte“, sagte Jörg Brömer, Vorsitzender des Bau- und Immobilienausschusses der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) nach der heutigen Pressekonferenz der Minister Hinz, Rhein und Dr. Schäfer.

Sicherlich lasse sich darüber streiten, ob Sozialquoten sinnvoll seien und ein Kindergarten oder eine Turnhalle an diesem Standort passten. Brömer: „Aber zusätzlicher Wohnraum entspannt. Ich sehe das auch unkritisch bezüglich der zu erwartenden hohen Preise, denn die Nachfrage nach gehobenem Wohnraum für höhere Einkommen, insbesondere bei der Sonderentwicklung Frankfurts zum Brexit, muss auch bedient werden. Anderenfalls würde das Angebot an Wohnraum und damit auch an günstigen Wohnungen weiter verknappt.“

Brömer rief die Kommunen auf, weiterhin zusätzliche Fläche zeitnah auszuweisen und zu entwickeln, um viel mehr Wohnraum für kleine und mittlere Einkommen durch private Investoren schaffen zu lassen. „Wir müssen besonders an diejenigen denken, deren Einkommen oberhalb der Einkommensgrenzen für sozialen Wohnungsbau liegen. Der Abbau von Vorschriften beim Bauen würde helfen, das Bauen günstiger zu machen“, sagte Brömer.

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Anna von Gruenewaldt

Anna von Gruenewaldt
Referentin für Verkehrspolitik