VhU Darmstadt und Südhessen zur geplanten Reduzierung der Fahrspuren auf dem Darmstädter Cityring

Streit: „Verkleinerung der Verkehrsflächen führt zu mehr Staus aber nicht zu mehr Sicherheit“ // Verkehrsinfrastruktur ausbauen und ÖPNV-Angebote ausweiten

Darmstadt. „Die geplante Umgestaltung des Darmstädter Cityrings mit einer Reduzierung der Fahrspuren von drei auf zwei für den motorisierten Individualverkehr in der Zeughausstraße lehnen wir ab.

 Bereits mit gegenwärtig drei existierenden Fahrspuren bilden sich auf dem Cityring zu den Hauptverkehrszeiten Staus mit langen Wartezeiten, die eine erhebliche Belastung für Pendler, Zulieferer und ansässige Unternehmen sind“, sagte Jürgen Streit, Vorsitzender des Beirats Südhessen der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V. (VhU).

Die wachsende Region Darmstadt mit stetig steigenden Pendlerzahlen sei auf gute Verkehrswege und Mobilitätsangebote angewiesen, um auch zukünftig attraktiver Innovations- und Wachstumsstandort für Beschäftigte und Unternehmen zu bleiben. „Es genügt nicht seitens der Stadt Darmstadt gerne und zu Recht darauf zu verweisen, dass man regelmäßig zum Zukunftsstandort Nummer eins in Deutschland gekürt wird und auch neue Gewerbeflächen in den nördlichen Darmstädter Stadtteilen ausweisen will. So richtig gerade letztere Absicht ist, so wenig darf man sie durch völlig gegensätzlich wirkende Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen schon vor Ihrer Umsetzung behindern. Denn sowohl in die bestehenden Gewerbegebiete als auch in neue müssen die Beschäftigten auch einpendeln können“, gibt Dirk Widuch, Geschäftsführer der VhU in Darmstadt und Südhessen, zu bedenken.

„Wir begrüßen das Ansinnen der Stadt Darmstadt, die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer sowie die Luftqualität zu verbessern. Dies kann jedoch nur durch einen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, außerstädtische Umgehungsstraßen, einer Takterhöhung bei den ÖPNV-Angeboten und Investitionen in eine intelligente Verkehrsführung zur Optimierung des Verkehrsflusses erreicht werden. Eine Verengung von Verkehrswegen ist nicht zielführend, da diese mehr Verkehrsstaus und Gefahrenstellen in der Stadt verursacht“, so Jürgen Streit.


Kontakt:
Fabienne Bardonner
Leiterin Kommunikation und Gesellschaftspolitik
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