VhU zu den Arbeitsmarktzahlen im März 2018

Pollert: „Bürokratieabbau tut Not“ // Unternehmen brauchen beschäftigungsfreundliche Rahmenbedingungen

Frankfurt am Main. Die Zahl der Arbeitslosen in Hessen ist im März 2018 um rund 5.000 auf rund 161.000 gefallen. „Wir sind stolz darauf, dass Hessen ein Gründerland ist. Im bundesweiten Vergleich gab es zuletzt nur in Hamburg und Berlin mehr Unternehmensneugründungen pro 1.000 Einwohner.

Rund 250.000 und damit über 90 Prozent der hessischen Unternehmen haben weniger als 10 Mitarbeiter, von denen jeder einzelne entscheidend für den Erfolg des Unternehmens ist. Die Unternehmen in Hessen sind auf beschäftigungsfreundliche Rahmenbedingungen wie maßvolle Bürokratie und beherrschbare Lohnzusatzkosten angewiesen. Und gerade kleinen und jungen Unternehmen machen Berechnungs-, Auszahlungs-, Aufzeichnungs-, Dokumentations- und Anzeigepflichten und hunderte anderer Vorschriften das Leben schwer. Bürokratieabbau tut Not“, sagte Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU).

„Die hessische Landesregierung sollte neuen Pflichten für Arbeitgeber eine klare Absage erteilen und sich im Bundesrat für den Bürokratieabbau einsetzen. So kann das Meldeverfahren zur Sozialversicherung deutlich vereinfacht werden, indem die Arbeitgeber den Gesamtsozialversicherungsbeitrag an eine zentrale Einzugsstelle anstatt an viele verschiedene Kassen abführen. Auch das Verfahren zur Künstlersozialabgabe gehört endlich auf den Prüfstand. Anstatt die Arbeitgeber mit der Feststellung und Berechnung der Abgabe allein zu lassen, sollten die versicherten Künstler die Abgabe über ihre Rechnungen selbst einziehen und abführen“, so der VhU-Hauptgeschäftsführer.

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Ansprechpartner
Stefan Hoehl

Dr. Stefan Hoehl
Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik