VhU zu den SPD-Rentenplänen

Pollert: „Keine weiteren Alterszusatzleistungen! Unser funktionierendes Grundsicherungssystem nicht schlecht reden! An die Jungen denken!“

"Wie viele Milliardenbelastungen sollen der jungen Generation denn noch aufgebürdet werden, nach Mütterrente, Rente mit 63 und Erwerbsminderungsrente?“ fragt Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) anlässlich der am Wochenende bekannt gewordenen SPD-Rentenpläne.

Statt Armut gezielt zu bekämpfen schaffe die ‚Respekt-Rente‘ des Bundesarbeitsminister Hubertus Heil mit der pauschalen Renten-Aufstockung nach 35 Jahren Arbeit neue Ungerechtigkeiten, etwa gegenüber demjenigen, der nur 34 Jahre gearbeitet hat. Gleichzeitig demoliere der Vorschlag den Kern unseres seit über 100 Jahren funktionierenden Rentensystems, wonach sich die Rentenhöhe nach den eingezahlten Beiträgen richtet. Jetzt sollen hierüber die Gerechtigkeitsvorstellungen von Politikern und der Blick auf die nächste Wahl entscheiden.

„Wer gezielt etwas gegen kommende Altersarmut unternehmen will, kann nicht Zusatz-Altersleistungen für Millionen versprechen, sondern muss die Bedürftigkeit im Einzelfall prüfen. Grundfalsch ist es im Übrigen auch, unser Grundsicherungssystem schlecht zu reden, und so zu tun, als ob die Beantragung von Grundsicherungsleistungen im Alter unzumutbar und ehrverletzend wäre", so Pollert.

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