VhU zu Koalitionsverhandlungen: #MehrZukunftwagen! Folge Wohnungspolitik

Mang: Wohnungsmangel in Städten verschärft Fachkräftemangel // Land und Kommunen müssen Wohnungsneubau ankurbeln durch mehr Bauflächen

Frankfurt/Main. Damit der Fachkräftemangel nicht durch den Wohnungsmangel in den Städten verschärft wird, ruft die hessische Wirtschaft die künftige Regierungskoalition in Hessen zu einer marktwirtschaftlichen Wohnungspolitik auf.

 „Das Ziel lautet: Ein größeres Wohnungsangebot durch private Investoren und Vermieter. Doch es fehlen die Flächen. Das Land sollte deshalb den Kommunen im Kommunalen Finanzausgleich finanzielle Anreize geben, damit sie mehr neue Bauflächen ertüchtigen und Nachverdichtungen ermöglichen. Das ist ein wichtiger Hebel für mehr private Investitionen in Neubau und Ausbau von Häusern und Wohnungen. Land und Kommunen sollten mehr auf private Investoren und Vermieter setzen und nicht länger öffentliche Unternehmen privilegieren“, erklärte Wolf Matthias Mang, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, die Erwartungen der VhU an die künftige Wohnungspolitik in Hessen.

Mang rief die künftigen Koalitionäre ferner auf, den steuerlichen Rahmen für Investitionen in Wohnungen zu verbessern, indem sie die Grunderwerbsteuer in Hessen schrittweise von 6 auf 3,5 Prozent senken. Ferner wünscht sich der VhU-Präsident im Koalitionsvertrag eine verbindliche Absichtserklärung, die Bau- und Immobilienmärkte weiter zu deregulieren sowie Normen und oft langwierige Genehmigungsprozesse kritisch auf den Prüfstand zu stellen.

Leider seien in den Ballungsräumen für die wohnungspolitischen und die daraus resultierenden sozial-, verkehrs- und stadtpolitischen Probleme keine raschen Lösungen realistisch zu erwarten. Denn der Preisanstieg sei nicht nur Ergebnis eines zu geringen Angebots an Wohnungen in Folge der Weigerung vieler Kommunen, vorhandene Bauflächen zu ertüchtigen. Hinzu komme die hohe Nachfrage aufgrund der starken Wanderung in die Ballungsräume und aufgrund der sehr niedrigen Hypothekenzinsen. „Da hilft vor allem bauen, bauen, bauen, damit zumindest mittelfristig das Angebot steigt“, sagte Mang. Die Mietpreisbremse sei hingegen kontraproduktiv, da sie private Investitionen unattraktiver mache. 


Das VhU-Programm: 12 Ziele für mehr Wachstum und Investitionen:

1. Arbeit: Arbeitskräfte mobilisieren, längeres Erwerbsleben ermöglichen, Langzeitarbeitslose besser vermitteln!

2. Arbeitsrecht: Flexibles Arbeitszeitgesetz und schnelle Arbeitsgerichtsbarkeit!

3. Bau: Mehr günstigen Wohnraum schaffen, Bauland ausweisen, Bauvorschriften entrümpeln!

4. Bildung: Individuelles Profil sowie duale Ausbildung stärken!

5. Digitalisierung: Chancen des Internets der Dinge nutzen!

6. Energie und Klima: Ökoplanwirtschaft beenden!

7. Finanzen: Konsolidieren und investieren!

8. Soziales: Gesamtsozialversicherungsbeitrag unter 40 % halten!

9. Umwelt: Ausgleich zwischen Ökonomie und Ökologie verbessern!

10. Verkehr: Innovationen in vernetzte Mobilität erhöhen, Planungskapazitäten ausbauen

11. Wirtschaft: Wettbewerb schützen, Wachstum unterstützen

12. Wissenschaft: Genügend Studienplätze, hohe Studienqualität

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