VhU zum geplanten Rentenplus von über 5,3 Prozent

Pollert: „Zur Rentengarantie gehört ein spürbar kleineres Rentenplus im nächsten Jahr – junge Generation sonst immer stärker belastet“

Frankfurt am Main. „Die Rentner können sich mit der Rentengarantie zu Recht darauf verlassen, dass ihre Renten selbst in schlechten Zeiten nicht sinken, so wie zuletzt im Jahr 2021. Es ist dann aber auch ein Gebot der Generationengerechtigkeit, dass die Rentenerhöhungen in späteren Jahren entsprechend niedriger ausfallen. Sonst wird einseitig die junge Generation immer stärker belastet. Die jetzt von Bundesminister Heil angekündigte Rekord-Renten-Erhöhung ist ungerecht gegenüber der jungen Generation, die für die Stabilisierung des Rentensystems ohnehin schon deutlich länger arbeiten muss und die mit einem Riesenplus bei der Rentenhöhe dauerhaft noch höhere Lasten tragen müsste. Die Rentensteigerung ist jedem Rentner zu gönnen – aber die Belastungen der jungen Generation dürfen nicht völlig aus dem Blick geraten“, erklärte Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).

Die Rentensteigerung um über 5,3 Prozent im Westen sei eine der stärksten Steigerungen seit Bestehen der Rentenversicherung. Und dies in äußerst unsicheren Zeiten: u. a. einer noch nicht überwundenen Corona-Krise, Strukturwandel und demnächst stark steigenden Rentnerzahlen. „Wir können uns weder beschäftigungsschädliche höhere Sozialversicherungsbeiträge noch einen höheren Bundeszuschuss leisten. Schon heute fließen über 100 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt in die Rentenversicherung. So kann es nicht weitergehen. Die Bundesregierung muss den Mut finden, die rentenpolitischen Fehler der Koalitionen aus SPD und Union zu korrigieren. Ein Baustein hierzu ist, dass unterbliebene Rentenkürzungen spätere Rentenerhöhungen spürbar dämpfen müssen“, so Pollert.

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Stefan Hoehl

Dr. Stefan Hoehl
Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik