VhU zum heutigen Beschluss der Mindestlohnkommission

Pollert: "Auch die regelkonforme Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns erschwert Ungelernten den erfolgreichen Berufseinstieg."

Frankfurt/Main. Zum heutigen Beschluss der Mindestlohnkommission, den Mindestlohn anzuheben, erklärt Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der VhU: "Die regelkonforme Erhöhung erschwert Ungelernten den erfolgreichen Berufseinstieg.

Es ist zwar gut, dass sich die Mindestlohnkommission für ihren Vorschlag zur Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns am Tarifindex des Statistischen Bundesamtes orientiert und sich damit an ihre eigenen Regeln hält. Dabei darf aber nicht übersehen werden, dass derzeit der seit Jahren anhaltende Beschäftigungsboom in Hessen und Deutschland die negativen Wirkungen des gesetzlichen Mindestlohns überdeckt. Sollte der Arbeitsmarkt einbrechen, darf auch eine Senkung des Mindestlohns – so wie gesetzlich möglich – kein Tabu sein".

Die Forderung von Gewerkschaften, Sozialverbänden und Teilen der Politik nach einer deutlich kräftigeren Erhöhung des Mindestlohns im Vorfeld der Entscheidung der Mindestlohnkommission verkenne die Risiken sowohl der Konjunktur als auch für die Einstellungschancen der Beschäftigten. Der politisch festgesetzte gesetzliche Mindestlohn bleibe ein schwerwiegender Arbeitsmarkteingriff mit gefährlichen Risiken. Er gefährde nicht nur die Beschäftigungschancen von Arbeitnehmern vor allem ohne Berufsabschluss, sondern belaste überdies die Unternehmen mit noch mehr Bürokratie und bleibe ein Eingriff in die Tarifautonomie.


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Stefan Hoehl

Dr. Stefan Hoehl
Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik