VhU zur Beendigung von Sondierungsgesprächen im Bund

Pollert: „Mehr Wirtschaft wagen – jetzt erst recht!“

Frankfurt am Main. Auf die Frage der dpa Mainz, wie die hessische Wirtschaft das Ende der Sondierungsgespräche bewerte und wie es weitergehen solle, antwortete Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU): Die hessischen Unternehmen brauchen auch auf Bundesebene eine Regierung, die über eine Legislaturperiode trägt.

Die hessischen Unternehmen brauchen auch auf Bundesebene eine Regierung, die über eine Legislaturperiode trägt. Denn alle Unternehmen brauchen Planungssicherheit für ihre dringend erforderlichen Investitionen für den anstehenden Strukturwandel. Für immer mehr Unternehmen bedeutet Wirtschaft 4.0 inzwischen eine zwingend erforderliche Weiterentwicklung. Um die Veränderungen zu stemmen, braucht es enorme Investitionen. Diese erstrecken sich auf Produkte und Geschäftsmodelle ebenso wie auf Qualifikationen und Berufsbilder. Neue Tätigkeiten werden entstehen, alte sich verändern oder verschwinden. Wenn wir wollen, dass es uns auch morgen so gut geht wie heute, müssen wir diese Chancen nutzen und den Strukturwandel zupackend gestalten.

Aus Sicht der VhU steht im Fokus, dass die nächste Regierungskoalition im Bund den heimischen Wirtschafts- und Investitionsstandort attraktiver gestaltet. Dazu bleibt das, was wir in unseren „Erwartungen der hessischen Wirtschaft an die Politik nach der Bundestagswahl“ gesagt haben unverändert die Richtschnur. Und es gilt umso mehr:

Wir müssen wieder mehr Wirtschaft wagen! Das bedeutet:

  • die Sozialabgaben bei 40 Prozent deckeln, dabei die erfolgreichen Arbeitsmarktreformen bewahren sowie der Altersversorgung eine neue Zukunft geben,

  • ein leistungsgerechteres Steuersystem schaffen, das Bürger und Betriebe entlastet, indem z. B. der Soli rasch abgeschafft und der Mittelstandsbauch abgeflacht wird,

  • die Digitalisierung voll nutzen und zügig den Breitbandausbau voranzutreiben,

  • in der Bau-, Energie- und Verkehrspolitik unnötige staatliche Verteuerungen und Bevormundungen beseitigen,

  • die Arbeitszeit modernisieren durch ein Arbeitsrecht 4.0, in dem z. B. das Arbeitszeitgesetz so geändert wird, dass wir in Deutschland die Chancen einer dynamisierten Arbeitswoche heben können.“


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Ulrich Kirsch

Dr. Ulrich Kirsch
Geschäftsführer Kommunikation und Presse