An die Unternehmerinnen und Unternehmer in Hessen sowie an das Präsidium, die Mitgliedsverbände, Ausschüsse und Regionalbeiräte der VhU

Sehr geehrte Damen und Herren,

SPD, Grüne und Linke wollen die Wege in Arbeit noch schmaler machen. Aus dem Wahlprogramm der SPD: „Die Befristung von Arbeitsverhältnissen ohne einen Sachgrund werden wir abschaffen und die vom Gesetz akzeptierten Gründe für eine Befristung kritisch überprüfen.“ Oder aus dem Wahlprogrammentwurf der Grünen: „Ohne sachlichen Grund dürfen Arbeitsver-träge nicht mehr befristet werden“ und Minijobs, mit Ausnahmen für Studierende,  Schüler und Rentner, „wollen wir in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung überführen und Regelungen für haushaltsnahe Dienstleistungen schaffen.“

Für viele Betriebe sind Beschäftigungsformen wie Befristungen, Minijobs und Zeitarbeit unverzichtbar, um flexibel auf die jeweilige Wirtschafts- und Auftragslage reagieren zu können. Flexible Beschäftigung ist bereits jetzt stark reguliert: So muss z. B. für eine Befristung in aller Regel ein Sachgrund vorliegen, bei sachgrundlosen Befristungen bestehen Höchstdauern und Vorbeschäftigungsverbote. Branchen wie z. B. das Hotel- und Gastgewerbe, die besonders von flexiblem Personaleinsatz abhängig sind, wären durch die sozialpolitischen Experimente von SPD, Grünen und Linken zusätzlich beschwert.

Das dürfen wir so nicht stehen lassen! In der öffentlichen Debatte wird das Zerrbild von Unternehmern gezeichnet, die Beschäftigten „gute Arbeit“ vorenthalten. Dabei geht es doch darum, zusätzliche Chancen für Neueinstellungen zu schaffen. Denn für Unternehmer und Arbeitneh-mer ist die Alternative zu Zeitarbeit, Befristung & Co. oft nicht die unbefristete Vollzeitanstellung – sondern gar kein Job. Weitere Regulierungen flexibler Beschäftigung sind damit auch volkswirtschaftlich unsinnig.

Bitte wählen Sie bei der Bundestagswahl Parteien und Politiker, die weitere Beschäftigungs-hemmnisse ablehnen. Zum Beispiel, indem flexible Beschäftigung nicht weiter reguliert wird, zusätzliche Sozialabgaben und weitere Bürokratieanforderungen abgelehnt werden.

Wenn Sie diesen Brief an Interessierte weitergeben, würde ich mich freuen. Gerne stehe ich Ihnen für einen politischen Dialog zur Verfügung. Freue mich auf Ihr Feedback: wmang@vhu.de

Ich wünsche Ihnen später einen guten Start in das Wochenende.

Es grüßt Sie


Wolf Matthias Mang
VhU Präsident

---------------------------------------------------------------------------------------
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V.
Präsidium
Emil-von-Behring-Straße 4
60439 Frankfurt am Main