Rentenpaket

Mang: Leistungsausweitungen sind kaum zu bewältigende Hypothek. Die Rentenreform muss kommen

05.12.2025 2 Min. Lesezeit

Frankfurt am Main. „Die heute mit fast allen Stimmen der schwarz-roten Koalition im Bundestag beschlossene Aushebelung des Nachhaltigkeitsfaktors und nachträgliche Zuerkennung von Kindererziehungszeiten kostet bis 2040 zusätzlich 200 Milliarden Euro und ist damit eine kaum zu bewältigende Hypothek für die Generationengerechtigkeit und den Standort. Beschäftigte und Arbeitgeber tragen jedenfalls über Steuern die Hauptlast dieser Leistungsausweitungen. Die jetzt für 2026 vereinbarte Rentenreform ist umso dringlicher. Kern der Reform muss ein Ende der Frühverrentungsanreize und eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit sein“, erklärte Wolf Matthias Mang, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).

„Es ist das große Verdienst der jungen Gruppe in der Union, in der Rentendiskussion das Thema Generationengerechtigkeit ganz oben auf die Tagesordnung gesetzt zu haben. Wenn immer weniger Beschäftigte immer mehr Rentner finanzieren sollen, die erfreulicherweise auch immer länger und gesünder leben, müssen die Lasten dieses demografischen Wandels fair verteilt werden“, sagte Wolf Mang.

„Ich appelliere gerade auch an die SPD und ihre Abgeordneten, bei der anstehenden Rentenreform alle Generationen gleichermaßen und auch den Standort in den Blick zu nehmen. Eine starke Wirtschaft ist unabdingbare Voraussetzung für die nachhaltige Finanzierung des Sozialstaats. Hierzu muss der Anstieg der Sozialabgaben gestoppt und durch Reformen in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung wieder auf unter 40 Prozent gebracht werden. Die heute beschlossenen Leistungsausweitungen laufen diesem Ziel zuwider, selbst wenn sie steuerfinanziert werden. Denn einerseits bleibt im Bundeshaushalt immer weniger Raum für Zukunftsinvestitionen. Andererseits drohen latent neue Beitragssatzsteigerungen, weil bei klammer Finanzlage Bundesregierung und Gesetzgeber immer wieder Lasten aus dem Steuerhaushalt auf die Beitragszahler verschieben“, sagte VhU-Präsident Mang.

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