VhU: Bewusste Verkehrsverhinderung ist Gift für den Wirtschaftsstandort / Hessische Klima-Sektorziele abschaffen
Klimabeirat
Frankfurt am Main. Zur Studie im Auftrag des wissenschaftlichen Klimabeirats der Hessischen Landesregierung „Verkehrsinfrastrukturbau, induzierter Verkehr und Klimawirkungen“ sagte Christoph Schäfer, Vorsitzender des Verkehrsausschusses der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände: „Der Fokus auf die Treibhausgaswirkung von Straßeninfrastruktur ist zu einseitig. Unternehmen in Hessen brauchen leistungsfähige Verkehrswege, damit ihre Standorte für Gütertransporte und Beschäftigte erreichbar bleiben. Deshalb müssen Straßen in Hessen dort, wo nötig, auch zukünftig aus- und neu gebaut werden. Das führt zu einer Verflüssigung des Verkehrs und zur Reduzierung zeitfressender Staus und Behinderungen. Die in der Studie empfohlene bewusste Verkehrsverhinderung ist Gift für den Wirtschaftsstandort und ein Brandbeschleuniger der Deindustrialisierung Hessens.“
Ferner bekräftigte die VhU ihre Forderung, die hessischen Klima-Sektorziele abzuschaffen, und wies darauf hin, dass landeseigene Klimaschutzmaßnahmen zur Einschränkung des Straßenverkehrs weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll sind. Dr. Birgit Ortlieb, Vorsitzende des VhU-Energieausschusses, erklärte: „Die politischen Forderungen des Klimabeirats richten sich nicht nur gegen die Lebensrealität von Bürgern und Betrieben. Sie sind auch ökologisch ineffektiv und ökonomisch hochgradig ineffizient. Bald startet der europäische Emissionshandel 2, der auch den Verkehr erfasst und landespolitischen Aktionismus gänzlich überflüssig macht. Kleinstaatliche Klimaschutzmaßnahmen führen dann nur dazu, dass Zertifikate am Markt verbleiben und an anderer Stelle günstiger genutzt werden können. Das macht Klimaschutz für alle teurer, spart aber kein Gramm CO2. Hessen sollte daher seine Klimaziele und insbesondere seine Sektorziele abschaffen.“
Ansprechpartner