Mehr Verantwortung für Budget, Personal und Unterricht, verbunden mit klaren Bildungsstandards und externer Evaluation: Beim ersten VhU-Bildungsforum diskutierten Politik und Wirtschaft das Leitbild „Selbstständige Schule 2015“
1. VhU-Bildungsforum
Mehr Eigenverantwortung für Schulen und klare Anforderungen an ihre Qualität standen im Mittelpunkt des ersten VhU-Bildungsforums „Selbstständige Schule 2015“. Die Veranstaltung am 8. Dezember 2004 in Frankfurt am Main griff das gleichnamige Leitbild auf, das die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände im September vorgestellt hatte.
Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der VhU, sprach sich dafür aus, den Schulen größere pädagogische und organisatorische Freiräume zu geben. Dazu gehörten eigene Budgets, mehr Verantwortung für die Auswahl des Personals und zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten im Unterricht. Er forderte zugleich klare Ziele für die hessische Schulpolitik: Über einzelnen Reformmaßnahmen dürfe die Frage nicht verloren gehen, wie eine erfolgreiche Schule der Zukunft aussehen solle.
Größere Selbstständigkeit sollte aus Sicht der VhU mit verbindlichen Qualitätsanforderungen verbunden werden. Bildungsstandards, externe Evaluationen und eine nachvollziehbare Überprüfung der Leistungen sollten sicherstellen, dass die Schulen ihren Bildungsauftrag erfüllen.
Die bildungspolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Landtagsfraktionen unterstützten das Ziel größerer schulischer Selbstständigkeit grundsätzlich, setzten bei der Ausgestaltung jedoch unterschiedliche Akzente. Diskutiert wurden die Personalverantwortung der Schulleitungen, Ganztagsangebote und die Frage, welche Entscheidungen unmittelbar an den Schulen getroffen werden sollten. Peter Hanack von der Frankfurter Rundschau moderierte die Diskussion.
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Fotos: VhU
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