Mehr Gestaltungsfreiheit für Schulen verändert auch das Verhältnis zwischen Land, Schulträgern und einzelnen Schulen. Das 19. VhU-Bildungsforum widmete sich den organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen der selbstständigen Schule aus Sicht der hessischen Schulträger.
19. VhU-Bildungsforum
Die Rolle der Schulträger bei der Entwicklung selbstständiger Schulen stand im Mittelpunkt des 19. VhU-Bildungsforums am 21. März 2011 im Mövenpick Hotel Frankfurt/Oberursel. Für diese Perspektive hatte die VhU Matthias Wilkes eingeladen, Landrat des Kreises Bergstraße und Vorsitzender des Schul- und Kulturausschusses des Hessischen Landkreistages.
Ausgangspunkt war das neue Schulgesetz, das sich im parlamentarischen Abstimmungsverfahren befand und Regelungen zur selbstständigen Schule vorsah. Kultusministerin Dorothea Henzler hatte das Vorhaben bereits beim vorherigen Bildungsforum erläutert. Nun rückten die kommunalen Schulträger und ihre künftige Rolle in den Vordergrund.
Um den Schulen mehr Gestaltungsfreiheit zu ermöglichen, plante die Landesregierung mittelfristig ein „großes Budget“ für alle Schulen. Darin sollten die freien Mittel des Landes und des jeweiligen Schulträgers zusammengeführt werden. Über die Ausgestaltung sollte mit den Schulträgern verhandelt werden.
Damit verband sich die Frage, welche organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen für ein solches Budget geschaffen werden müssten. Zugleich ging es um das Verhältnis zwischen größerer Eigenverantwortung der Schulen und den Aufgaben ihrer Träger: Welche Rolle sollten die Schulträger künftig übernehmen, welche Anforderungen ergaben sich für die Schulen und welche Erwartungen richteten sich an die Landespolitik?
Das Forum ergänzte damit die Vorstellung des landespolitischen Konzepts um die kommunale Perspektive. Im Mittelpunkt stand die Ausgestaltung einer Reform, bei der schulische Handlungsspielräume, Finanzierung und Verantwortlichkeiten aufeinander abgestimmt werden mussten.
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