Das Bild von Schule in den Medien
23. VhU-Bildungsforum
Wie berichten Medien über Schule, und welches Bild von Lehrkräften vermitteln sie? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das 23. VhU-Bildungsforum am 26. November 2012. Zwei Journalistinnen und ein Journalist mit dem Schwerpunkt Bildung diskutierten mit rund 80 Gästen aus der Führungsebene von Schule und Schulsystem über die öffentliche Wahrnehmung schulischer Arbeit.
Peter Hanack von der Frankfurter Rundschau beschrieb eine überwiegend kritische Berichterstattung, in der Lehrkräfte häufig als Betroffene im Vordergrund stünden. Zugleich habe der Anteil der Berichte über gute und beispielhafte Projekte im Schulwesen in den vorangegangenen Jahren deutlich zugenommen, vor allem in den Lokalmedien. Neben der Kritik rückte damit auch die Darstellung gelingender schulischer Praxis stärker in den Blick.
Andrea Seeger vom Hessischen Rundfunk zeichnete ein vielfältiges Bild der Berichterstattung. Sie verwies darauf, dass Bildungsfragen eng mit persönlichen Überzeugungen und mitunter auch mit ideologischen Positionen verbunden seien. Gerade deshalb bemühten sich Redaktionen, Sachthemen stärker in den Vordergrund zu stellen. Die Bandbreite reiche von vorbildlichen Projekten bis zu den Schwierigkeiten eines großen, stark durch Regeln geprägten Schulsystems.
Jacqueline Vogt von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung betonte den hohen Stellenwert des Themas Schule in ihrer Redaktion. Schule gehöre zu den wichtigsten und interessantesten Feldern der Berichterstattung. Zugleich seien sich Redaktionen bewusst, dass schulische Arbeit auch unabhängig von medialer Aufmerksamkeit stattfinde. Für die Schulpolitik habe die öffentliche Wahrnehmung angesichts der breiten Wählerschaft eine besondere Bedeutung.
Aus der Perspektive der Wirtschaft wurde angeregt, der internen und externen Kommunikation im Schulsystem mehr Gewicht beizumessen. Die anschließende Diskussion griff das Verhältnis zwischen schulischer Arbeit, öffentlicher Wahrnehmung und den Auswahlentscheidungen der Medien auf.
Zum Abschluss zogen die schulpolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen jeweils ein Fazit mit unterschiedlichen Akzenten. In den Bewertungen wurde deutlich, dass auch in der Bildungsberichterstattung Probleme und Konflikte häufig besondere Aufmerksamkeit erhielten. Zugleich wurde eine Entwicklung hin zu mehr Sachlichkeit beschrieben: Schlagworte und ideologische Verkürzungen hätten in den vorangegangenen Jahren an Bedeutung verloren. Dazu habe auch eine stärker sachbezogene bildungspolitische Auseinandersetzung beigetragen.
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Fotos: VhU
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