27. VhU-Bildungsforum

Die schulpolitischen Konzepte der FDP standen im Mittelpunkt des 27. VhU-Bildungsforums. Mit der Veranstaltung endete die vierteilige Reihe ‚Konzepte und Rezepte zur Schulpolitik‘ zur hessischen Landtagswahl.

01.07.2013 2 Min. Lesezeit

Das 27. VhU-Bildungsforum am 1. Juli 2013 im Haus der Wirtschaft Hessen in Frankfurt widmete sich den schulpolitischen Konzepten der FDP. Nach den Terminen zu SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen bildete die Veranstaltung den Abschluss der Reihe „Konzepte und Rezepte zur Schulpolitik“.

Das Konzept von Mario Döweling, schulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, stellte die individuelle Förderung aller Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt. Unterschiedliche Fähigkeiten und Begabungen sollten durch passgenaue Angebote berücksichtigt werden. Der Ansatz reichte vom sonderpädagogischen Förderbedarf bis zur Förderung besonders leistungsstarker und hochbegabter Schülerinnen und Schüler.

Eine zentrale Rolle spielte die selbstständige Schule. Größere Spielräume bei Unterricht, Organisation, Personalentwicklung und Budget sollten Entscheidungen ermöglichen, die sich an den Bedürfnissen vor Ort orientierten. Der Ausbau der schulischen Eigenverantwortung sollte deshalb fortgesetzt werden. Zugleich setzte das Konzept auf eine flexible, bedarfsorientierte Ressourcenverteilung und eine Lehrerversorgung von 105 Prozent für alle Schulformen.

Weitere Schwerpunkte waren Schulvielfalt und Wahlfreiheit. Dazu gehörten die Wahl zwischen G8 und G9 im gymnasialen Bildungsgang sowie der Vorschlag, Schulbezirksgrenzen aufzuheben. Kleine Grundschulen sollten auch unter den Bedingungen des demografischen Wandels gesichert werden; als Ansätze nannte das Konzept Schulverbünde, Verbundschulen und jahrgangsübergreifenden Unterricht.

Ganztagsangebote sollten kontinuierlich ausgebaut werden, sich am örtlichen Bedarf orientieren und auf Freiwilligkeit beruhen. Die FDP verband dies mit dem Anspruch, Schulen stärker für die Zusammenarbeit mit Vereinen, Verbänden und außerschulischen Lernorten zu öffnen. Für die Inklusion formulierte das Konzept das Ziel, gemeinsamen Unterricht von der Ausnahme zur Regel zu machen und dabei das Wohl des einzelnen Kindes in den Mittelpunkt zu stellen.

In der beruflichen Bildung standen die Stärkung des dualen Ausbildungssystems, die Reform des Übergangssystems und eine Berufsorientierung in allen Bildungsgängen im Vordergrund. Allgemeinbildende und berufliche Schulen sowie die Kammern sollten enger zusammenarbeiten. Leitgedanke war, dass kein Jugendlicher die Schule ohne Abschluss verlässt und auf jeden Abschluss eine weitere Bildungs- oder Ausbildungsperspektive folgt.

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Fotos: VhU

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