Digitale Bildung braucht mehr als schnelle Anschlüsse und Geräte: Beim 34. VhU-Bildungsforum ging es um Finanzierung, Schulentwicklung, Lehrerfortbildung und die Abstimmung digitaler Bildungsinhalte.
34. VhU-Bildungsforum
Wie können die Schulen an die digitale Welt angeschlossen werden, und welche Voraussetzungen sind dafür über die technische Ausstattung hinaus nötig? Mit diesen Fragen befasste sich das 34. VhU-Bildungsforum am 26. Juni 2017 in Frankfurt am Main. Die schulpolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen begrüßten dabei den vorgesehenen Schulterschluss von Bund und Ländern.
Matthias Graf von Kielmansegg aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung erläuterte die geplante Unterstützung des Bundes. Dieser könne eine Anschubfinanzierung leisten; für die Folgekosten müssten Länder und Kommunen aufkommen. Zugleich benötige jede Schule ein eigenes Entwicklungskonzept, damit die technische Ausstattung in eine pädagogische Weiterentwicklung eingebunden werde.
Diskutiert wurde der vorgesehene Digitalpakt, in dessen Rahmen der Bund zwischen 2018 und 2022 rund fünf Milliarden Euro für den Ausbau der IT-Infrastruktur an allgemeinbildenden Schulen bereitzustellen plant. Die Länder hatten sich bereit erklärt, die Kosten der Lehrerfortbildung zu übernehmen. Der Bund wollte sich an einer Qualifizierungsoffensive beteiligen, die sich nicht nur an Informatiklehrkräfte richten sollte.
VhU-Geschäftsführer Jörg E. Feuchthofen betonte, dass digitale Anschlüsse und Geräte allein nicht ausreichten. Entscheidend sei auch, in welchen Fächern digitale Bildungsinhalte verankert würden. Dabei dürften die Länder nicht jeweils eigene, voneinander losgelöste Wege gehen.
Im Mittelpunkt standen damit nicht allein Investitionen in die technische Infrastruktur. Die Diskussion bezog ebenso die dauerhafte Finanzierung, schulische Entwicklungskonzepte, die Qualifizierung der Lehrkräfte und eine abgestimmte curriculare Verankerung digitaler Bildung ein.
Das Forum in Bildern:
Fotos: Gerd Scheffler
Ansprechpartner