SCHULE: Schulsystem zukunftsfähig ausrichten und Chancen der Digitalisierung nutzen

Bildung ist ein zentrales Thema des digitalen Wandels. Schule muss auf die damit verbundenen Veränderungen vorbereiten und Grundlagen für die digitale Lebensbefähigung vermitteln, vom Privaten bis hin zur Arbeitswelt.

01.05.2026 3 Min. Lesezeit

Um was geht es?

Neue Lernformen, Instrumente, pädagogische Konzepte und Inhalte

Bildung ist ein zentrales Thema des digitalen Wandels. Schule muss auf die damit verbundenen Veränderungen vorbereiten und Grundlagen für digitale Handlungsfähigkeit vermitteln, vom Privaten bis hin zur Arbeitswelt. Dabei geht es um die Veränderung des Lernens selbst. Gleichzeitig setzen digitales Lernen und der Umgang mit Künstlicher Intelligenz eine methodisch-didaktische Einbettung im Unterricht voraus. Das erfordert neue pädagogische Kompetenzen und Qualifikationen bei Lehrkräften. Es geht aber auch um fachliche Inhalte, die fortlaufend modernisiert werden müssen. Der DigitalPakt Schule hat wichtige Impulse und dringend notwendige Investitionen ermöglicht. Bildung ist allerdings nicht mit Einmalausgaben möglich. Mit dem DigitalPakt 2.0 ist die nächste Finanzierungsphase bis 2030 angelegt.

Was braucht die Wirtschaft?

Digital kompetente Schulen

Die hessische Wirtschaft braucht Schulabgängerinnen und -abgänger, die digitale Kompetenzen mitbringen, die zu einer Anschlussbildung wie der dualen Berufsausbildung befähigen. Dazu gehören grundlegende Kompetenzen im Umgang mit KI, mit Daten sowie mit digitaler Kommunikation und Kollaboration. Nötig ist ein „Masterplan Bildung“, also ein landesweites Gesamtkonzept, das Maßstäbe und Standards setzt. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit digitalen und KI-bezogenen Kompetenzen und die Befähigung von Lehrkräften ist dabei genauso wichtig wie eine technisch-methodische Ausstattung mit digitalen Tools und Instrumenten und eine verlässliche Planungsperspektive für die Schulen.

Was ist zu tun?

Offensive fortsetzen und verstetigen

  • Kompetenzaufbau ermöglichen
    Beginnend in der Grundschule muss ein systematischer Aufbau von digitalen Basiskompetenzen erfolgen, der curricular verankert ist. Lehrpläne und Curricula müssen hierfür laufend modernisiert werden.

  • Umgang mit KI in der Schule trainieren
    Schülerinnen und Schüler müssen sowohl zum „Lernen mit KI“ als auch zum „Lernen über KI“ befähigt werden. Neben der sinnvollen Nutzung von KI-gestützten Lernwerkzeugen umfasst dies die Fähigkeit, Ergebnisse kritisch zu prüfen, Verzerrungen und Fehler zu erkennen, Quellen einzuordnen, Urheberschaft zu reflektieren und Inhalte verantwortungsvoll zu nutzen.

  • Serviceagentur „Digitale Bildung“ gründen
    Die Landesregierung sollte eine hessische Serviceagentur „Digitale Bildung“ einrichten, die die Schaffung und Erhaltung der digitalen Bildungsinfrastruktur koordiniert, Beratungsangebote entwickelt, Curricula überprüft und erneuert und innovative Bildungsangebote auszeichnet sowie fördert.
  • Lehrkräfte und Schulleitungen befähigen
    Mit Blick auf Digitalisierung und KI sind grundlegende Kompetenzen beim Bildungspersonal notwendige Voraussetzung. Konzepte für die Lehrkräfteausbildung sowie für eine verpflichtende Mindestqualifizierung müssen zügig umgesetzt werden. In der Qualifizierung für Schulleiterinnen und Schulleiter in Hessen (QSH) muss das Thema strategisch verankert werden.

  • Einheitliche Strategie für Datenschutz
    Es bedarf einer bundesweiten Strategie in Bezug auf Datenschutz und Datensouveränität in Schulen. Hier müssen die Länder stärker zusammenarbeiten. Wichtig ist z. B. eine gemeinsame Positivliste für Software.

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