VhU macht Krisenvorsorge zum Thema und vermittelt praxisnahe Impulse
Resilienz
Frankfurt am Main. Viele hessische Unternehmen haben ihre Krisenvorsorge bereits fest verankert. Das zeigt eine Kurzbefragung der IW Consult GmbH im Auftrag der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU). Sie gibt zugleich Aufschluss darüber, wo Unternehmen ihre Vorsorge weiterentwickeln wollen.
An der Kurzbefragung beteiligten sich Führungskräfte aus 1.273 hessischen Unternehmen. Ihre Antworten vermitteln ein breites Bild davon, wie Unternehmen ihre Krisenvorsorge organisieren.
Die Befragung erfasste vier Themenfelder: Branche und Unternehmensgröße, Stand und Erprobung der Krisenplanung, die Selbsteinschätzung der Unternehmen in zehn Resilienzbereichen sowie ihren Informationsbedarf. Zu den untersuchten Bereichen gehörten unter anderem Cyber-Security, Lieferketten, Energieversorgung und Liquidität.
Knapp 45 Prozent der befragten Unternehmen verfügen bereits über einen Krisenplan. In der Regel wurde er innerhalb der vergangenen zwölf Monate aktualisiert; fast immer sind die Verantwortlichkeiten für den Krisenfall klar festgelegt. Rund die Hälfte dieser Unternehmen hat ihren Plan bereits praktisch erprobt. Als besonders widerstandsfähig bewerten sich die Befragten bei ihrer internen Entscheidungs- und Reaktionsfähigkeit, der Standortsicherheit sowie bei Führung und Zusammenarbeit in Krisensituationen. Entwicklungsmöglichkeiten sehen sie vor allem bei Lieferketten, Energieversorgung und Personalsicherstellung. Zu diesen Themen sowie zu Cyber-Security und Logistik wünschen sie sich weitere Informationen.
„Ein Krisenplan entfaltet seinen Wert erst, wenn Zuständigkeiten geklärt und Abläufe erprobt sind. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Unternehmen dafür bereits eine gute Grundlage geschaffen haben. Mit unserer Online-Reihe ‚Wirtschaft und Verteidigung – Sicherheit dank guter Vorbereitung‘ wollen wir praxisnahes Wissen vermitteln, damit sie ihre Vorsorge gezielt weiterentwickeln können“, sagte VhU-Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert. Die Reihe behandelt unterschiedliche Aspekte unternehmerischer Resilienz und zeigt Handlungsmöglichkeiten für verschiedene Krisenszenarien auf.