Pollert: Die hessische Landesregierung sollte sich für mehr Generationengerechtigkeit durch Abschaffung der abschlagfreien Frührente einsetzen
Frührente
Frankfurt am Main. Zur Äußerung des stellvertretenden hessischen Ministerpräsidenten Kaweh Mansoori, die Abschaffung der abschlagfreien Frührente noch einmal zu prüfen, erklärte Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU):
„Die hessische Landesregierung kann viel für bessere Beschäftigungsbedingungen in Hessen tun, wenn sie sich für eine längere Lebensarbeitszeit gleichermaßen von Fachkräften und Akademikern einsetzt, wie dies die Alterssicherungskommission im Sommer dieses Jahres zu Recht empfohlen hat. Danach soll die abschlagfreie Frührente möglichst umgehend abgeschafft und kein Renteneintritt allein nach Beitragsjahren eingeführt werden.
Die abschlagfreie Frührente belastet die Beitragszahler mit 10 Milliarden Euro jährlich und entzieht dem Arbeitsmarkt dringend benötigte Fachkräfte. Ohne sie kann der Rekord-Beitragssatz von 43 Prozent auf Arbeitslohn, der ohne Reformen ungebremst nach oben streben würde, wenigstens ein kleines Stück entlastet werden. Das heißt mehr Netto für Arbeitnehmer und etwas mehr Investitionsspielraum für Arbeitgeber. Eine vorzeitige Rente bleibt ja weiterhin möglich, aber die Kosten hierfür sollte der Frührentner selbst tragen und nicht vor allem der jungen Genration aufbürden. Wer länger arbeitet, erhöht seinen Rentenanspruch, stärkt das Arbeitskräfteangebot und sorgt für mehr Generationengerechtigkeit“.
Ansprechpartner