Rentenreform

Pollert: DGB-Rentenkonzept vertieft die Generationenungerechtigkeit und ist ein sozialpolitisches Wünsch-Dir-was

30.06.2026 2 Min. Lesezeit

Frankfurt am Main. „Der DGB verschließt fest die Augen vor der demografischen Realität, wenn er trotz immer höherer Lebenserwartung und immer weniger Erwerbstätigen weiter die abschlagfreie Frühverrentung fordert und selbst eine maßvolle Anhebung des Rentenalters ablehnt. Die Lasten des demografischen Wandels würden so noch einseitiger der jungen Generation aufgebürdet, die über höhere Beiträge und Steuern noch stärker belastet würde als es ohnehin schon der Fall ist. Wie von der Alterssicherungskommission der Bundesregierung empfohlen ist das Gegenteil richtig, nämlich das Ende der abschlagfreie Frührente und ein steigendes Rentenalter“, erklärt Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).

„Ebenso schädlich und abzulehnen ist die vom DGB geforderte Zwangs-Betriebsrente, die allein der Arbeitgeber finanzieren soll, weil dies die Rekord-Arbeitskosten und das Insolvenzrisiko für viele Unternehmen in Deutschland noch weiter in die Höhe treiben würde. Auch die vom DGB geforderten Leistungsausweitungen bei Grund- und Erwerbsminderungsrente sowie neue Rentenansprüche für Grundsicherungsgeldbezieher sind ein sozialpolitisches Wünsch-Dir-was ohne Rechenschaft für die Finanzierung und mit schädlichen Nebenwirkungen. Das wäre gleichzeitig geradezu wirtschafts- und beschäftigungsfeindlich“, so Dirk Pollert.

„Kontraproduktiv und rückwärtsgewandt sind die vom DGB geforderten höheren Steuern auf Kapitaleinkünfte zur Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung. Denn so würde private, kapitalgedeckte Vorsorge verteuert und damit unattraktiver, obwohl sie zur Stabilisierung der Altersvorsorge in der Breite unserer Gesellschaft dringend benötigt wird. Für eine gelingende Rentenreform sind vielmehr eine längere Lebensarbeitszeit und bessere Rahmenbedingungen für mehr kapitalgedeckte Altersvorsorge des Einzelnen entscheidende Bausteine, statt immer mehr Umverteilung“, so der VhU-Hauptgeschäftsführer abschließend.

 



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