Die hessische Wirtschaft braucht eine funktionierende und qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung.
FRÜHKINDLICHE BILDUNG: Frühkindliche Bildung stärken und systematisch ausbauen
Um was geht es?
Grundstein für Bildungsbiografie
Frühkindliche Bildung legt den Grundstein für die weitere Bildungsbiografie, die Persönlichkeitsentwicklung und die späteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Sie trägt entscheidend zur Integration, Sprachförderung und Chancengleichheit bei. Für die Wirtschaft ist eine hochwertige frühkindliche Bildung zugleich Voraussetzung für die Fachkräftesicherung, denn sie erhöht die Ausbildungs- und Studierfähigkeit kommender Generationen. Zudem ist eine verlässliche Kinderbetreuung entscheidend, damit Beruf und Familie gelingend vereinbart werden können.
Was braucht die Wirtschaft?
Funktionierende und qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung
Die Wirtschaft ist zuvorderst auf Verlässlichkeit bei der Betreuung von Kindern angewiesen. Entscheidend ist daher, dass genügend Betreuungsplätze und -zeiten bereitstehen, damit Erwerbstätigkeit planbar gestaltet werden kann. Sofern Verlässlichkeit sichergestellt ist, muss es auch um die Qualität gehen. Es müssen gezielt Sprachförderung (Deutsch), mathematisch-naturwissenschaftliche Grundbildung und soziale Kompetenzen vermittelt werden, um junge Menschen auf eine Teilhabe an Gesellschaft und Arbeitswelt vorzubereiten. Ende 2023 fehlten in Hessen bereits 41.000 Kita-Plätze und 7.500 Fachkräfte. Kita-Schließungen wegen Personalmangel oder Krankheit sind längst keine Einzelfälle mehr. Neuere Daten weisen zudem darauf hin, dass vermehrt Fachkräfte anstreben, das Berufsfeld zu verlassen. Insofern braucht es Abhilfe.
Was ist zu tun?
Frühkindliche Bildung ausbauen
- Finanzierung & Investitionen
Es braucht eine klare Schwerpunktsetzung in der Finanzierung frühkindlicher Bildung: weniger Bürokratie, mehr Wirkung. Bestehende Förderprogramme müssen gebündelt und auf ihre Effizienz geprüft werden, bevor neue Mittel fließen. Öffentliche Ausgaben sollen dort ansetzen, wo sie nachweislich Qualität verbessern. - Sprachbildung
Sprachförderung muss dauerhaft und flächendeckend in allen Kitas verankert sein. Insbesondere mit Blick auf Sprachbildung braucht es nachhaltig sichere Strukturen. Der Wegfall von Förderprogrammen wie „Sprach-Kita“ darf nicht zu qualitativen Verschlechterungen führen. - Digitalisierung
Curricula und Prüfungsordnungen von Ausbildungs- und Studiengängen für frühpädagogisches Personal und Grundschullehrkräfte müssen erneuert und digitale Bildung umfassend zeitgemäß verankert werden. - Betreuung
Eine gute Kinderbetreuung ist die Grundlage beruflicher Teilhabe und Fachkräftesicherung. Es braucht flexible Öffnungszeiten und klare Personalstandards, um Eltern und Arbeitgebern Planungssicherheit zu geben. - Evaluation & Monitoring
Politische Maßnahmen müssen auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Es bedarf eines verbindlichen Bildungsmonitorings, das Zielerreichungen regelmäßig evaluiert und Ergebnisse transparent macht. Nur durch eine datengestützte Steuerung lässt sich Qualität langfristig sichern.
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