Autobahnen in Südhessen

Schäfer: Bauprogramm der Autobahn GmbH ist solide, löst aber keine Jubelstimmung aus // Politik muss mehr Ressourcen für Ausbau und Erhaltung bereitstellen

Aktualisiert am: 13.03.2024 2 Min. Lesezeit

Frankfurt am Main. Zur heutigen Vorstellung des Bauprogramms 2024 der Autobahn GmbH für Autobahnen im Gebiet der Niederlassung West, was das Rhein-Main-Gebiet und Südhessen betrifft, sagte Christoph Schäfer, Direktionsleiter der STRABAG AG in Darmstadt und Vorsitzender des Verkehrsausschusses der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU):

„Das Bauprogramm 2024 der Niederlassung West ist solide, löst aus hessischer Sicht aber keine Jubelstimmung aus. Hauptsächlich wird an sehr wichtigen Projekten wie dem Darmstädter Kreuz, dem Rüsselsheimer Dreieick oder der Salzbachtalbrücke in Wiesbaden weitergearbeitet. Das ist gut. Angesichts des zunehmenden Straßenverkehrs, vor allem im Gütertransport, braucht es noch mehr Ressourcen für Ausbau und Erhaltung des Autobahnnetzes in Hessen, die Bundestag und Bundesregierung bereitstellen müssen.“

Mit Blick auf das Projekt Riederwaldtunnel im Osten Frankfurts mahnte Schäfer: „Bedauerlicherweise stockt der Lückenschluss der A66 über den Riederwaldtunnel an die A661 in Frankfurt. Dort muss es jetzt endlich mal voran gehen.“ Das Projekt habe für Frankfurt und das Rhein-Main Gebiet eine enorme Bedeutung. Langfristige unternehmerische Entscheidungen für den Standort würden von Unternehmen umso eher getroffen, je schneller die verkehrlichen Probleme gelöst seien.

Alle Projekte müssten zügiger abgearbeitet werden. Dazu sei vor allem eine Beschleunigung der langwierigen Planungs- und Genehmigungsverfahren notwendig, was vor allem Aufgabe der Politik auf EU- und Bundesebene sei, so Schäfer.

„Dass 2023 der südliche Teil der Salzbachtalbrücke in Wiesbaden entlang der A66 teilweise abgeschlossen werden konnte, war eine gute Nachricht. Das bedeutet große Erleichterungen für tausende Industriebetriebe, Handwerker und Händler und für zehntausende Pendler. Sie alle kommen nun wieder schneller zum Ziel ohne lange Umwege“, sagte Schäfer. Gerade die Salzbachtalbrücke sei eine Mahnung, viel mehr und viel früher in den Ausbau und die Erhaltung von Autobahnen und Brücken zu investieren, so Schäfer. Gut sei, dass die Niederlassung West der Autobahn GmbH mit einem eigenen Brückenmodernisierungsprogramm den Sanierungsstau bei Brücken beheben will.

Ansprech­partner

VhU, Landesgeschäftsstelle
Patrick Schulze

Kommunikation und Presse

069 95808-150

VhU, Landesgeschäftsstelle, Referent Kommunikation und Presse
David Eisenberger

Kommunikation und Presse

069 95808-154