Reimann: Baugenehmigungen 2025 in Hessen doppelt so stark gestiegen wie im Bund. Landespolitik geht mutig voran, SPD-Bundespolitik sorgt für Verunsicherung
Baugenehmigungen
Frankfurt am Main. Zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Baugenehmigungszahlen 2025 erklärt Thomas Reimann, VhU-Vizepräsident und Vorsitzender des VhU-Bau- und Immobilienausschusses, dass die SPD-Bundespolitik leider für Verunsicherung sorge, während die Landespolitik mutig vorangehe:
„Im abgelaufenen Jahr 2025 haben sich die Baugenehmigungen in Hessen erfreulicherweise stabilisiert und lagen 21,8 Prozent über dem sehr niedrigen Vorjahr 2024. Erfreulich ist, dass 2025 die Baugenehmigungen in Hessen doppelt so stark gestiegen sind wie der Bundestrend mit plus 10,8 Prozent. Zur Wahrheit gehört jedoch, dass wir in Hessen von einem sehr niedrigen Niveau kommen, denn das Vergleichsjahr 2024 markiert ein 14-Jahrestief. Zudem liegen die 2025er Baugenehmigungen für 16.772 Wohnungen rund 9.000 Wohnungen unter dem Neubaubedarf in Hessen, der bei rund 26.000 Wohnungen pro Jahr liegt. Und nicht jede genehmigte Wohnung wird auch gebaut. Das zeigt, wie wichtig es ist, bei der Senkung der Baukosten nicht nachzulassen, damit mehr Wohnungen genehmigt und auch gebaut werden.“
Der überdurchschnittliche Anstieg der Baugenehmigungen in Hessen sei ein Indiz dafür, dass die Baupakete von Wirtschaftsminister Mansoori eine erste Wirkung zeigen. Anhand steigender Baugenehmigungszahlen lasse sich jedoch noch keine Erholung des Wohnungsbaus verkünden. Gleichwohl mache es Hoffnung, dass sich die große Zurückhaltung beim Wohnungsbau endlich löse.
„Beim langen Aufstieg aus der tiefen Talsohle ist es jedoch nicht hilfreich, wenn vor allem SPD-Politiker auf Bundesebene für neue Klötze am Bein sorgen. Die von Bundesjustizministerin Hubig vorgelegte Mietrechtsnovelle mit gedeckelten Indexmietverträgen ist völlig fehl am Platz. Ebenso die von der SPD angestoßene Debatte zur Verbeitragung von Mieteinkünften, wahlweise für die Rentenversicherung oder die Kranken- und Pflegeversicherung. Diese Debatten sorgen für Unsicherheit und Zurückhaltung, dabei braucht der Wohnungsbau dringend Zuversicht. Besser wäre es, würde die Bundesjustizministerin den lang erwarteten Gebäudetyp-E an den Start bringen, damit rechtssicher auf nicht benötigte Komfortstandards im Wohnungsbau verzichtet und bauen günstiger werden kann“, so Reimann weiter.
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