Pollert: Neuer Schwung für den Arbeitsmarkt durch Reformen, beherzte Vermittlungsarbeit und schnellere Fachkräfteverfahren
Arbeitsmarkt im Dezember
Frankfurt am Main. Die Arbeitslosigkeit in Hessen ist im Dezember um rund 2.200 gestiegen auf rund 204.600 Arbeitslose. Im Gesamtjahr 2025 waren durchschnittlich rund 206.000 Personen arbeitslos, rund 10.300 mehr als 2024. Damit liegt die Arbeitslosigkeit2025 auf dem höchsten Stand seit 2009. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt mit rund 73.500 im Jahresdurchschnitt 2025 auf dem höchsten Stand in Hessen seit dem Jahr 2010.
„Die jahrelange Flaute am Arbeitsmarkt in Hessen muss 2026 beendet werden: Durch ausgabesenkende Strukturreformen im Sozialstaat, durch eine beherzte Aktivierungsarbeit der hessischen Jobcenter und durch beschleunigte Einwanderungsverfahren vor allem für qualifizierte Fachkräfte. Es würde sehr helfen, wenn sich die Landesregierung, die Arbeitsministerin, der Innenminister, der Wirtschaftsminister und die hessische Politik hierfür weiter mit aller Kraft einsetzen können“, erklärte Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).
„Der Bund muss Hemmnisse beseitigen, die Menschen von Arbeit und insbesondere von Vollzeitarbeit abhalten. Dazu zählen vor allem die generationenungerechte abschlagsfreie Frührente, ein über zwölf Monate hinausgehender Arbeitslosengeldanspruch, der Arbeitslosigkeit verlängert, sowie die Bevorzugung von Minijobs zusätzlich zum Bezug von Jobcenter-Leistungen“, sagte Dirk Pollert.
„Der Rekord von über 2,7 Millionen Beschäftigten in Hessen darf niemanden darüber hinwegtäuschen, dass unser Wohlstandsfundament in den letzten Jahren deutlich bröckelt, weil die Industrie massiv Arbeitsplätze abbauen musste – von rund 417.000 im Jahr 2018 auf zuletzt rund 380.000. Gründe sind zu hohe Kosten, zu lange Genehmigungsverfahren und Fachkräftemangel. Die Industrie trägt viel zum Steuer- und Abgabenaufkommen bei und sorgt für viele weitere Arbeitsplätze in Handwerk und Dienstleistung. Wir wünschen uns von der hessischen Landesregierung, dass sie ihren wirtschaftspolitischen Sachverstand und ihr bundespolitisches Gewicht einbringt, um weitere Belastungen von der Wirtschaft abzuwenden und auf einen investitionsfreundlichen Kurs umzusteuern“, so der VhU-Hauptgeschäftsführer abschließend.
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