Arbeitsmarkt im Februar

Pollert: Akademikerarbeitslosigkeit mit Reformen und Eigeninitiative begegnen

27.02.2026 2 Min. Lesezeit

Frankfurt am Main. Im Februar 2026 waren 215.739 Personen in Hessen arbeitslos, rund 400 weniger als vor einem Monat. Höher war die Arbeitslosigkeit in einem Februar in Hessen zuletzt 2010.

„Im festgefahrenen hessischen Arbeitsmarkt ist die Arbeitslosenquote von Akademikern zwar immer noch niedrig, jedoch mit 2,6 Prozent so hoch wie seit 2006 nicht mehr, auch deshalb müssen jetzt endlich Strukturreformen für ein investitionsfreundliches Klima kommen. Wer trotz abgeschlossenem Studium ohne Job ist, muss aber auch selbst aktiv gegensteuern und für neue Wege bereit sein, also räumlich und fachlich flexibler werden oder sich gezielt weiterqualifizieren, auch über Angebote der beruflichen Bildung“, erklärte Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).

„Die hessischen Unternehmen warten in höchst unsicheren Zeiten auf ein Reform-Aufbruchsignal der Politik für geringere Arbeitskosten durch ausgabesenkende Sozialreformen, mehr Flexibilität beim starren Arbeitszeitgesetz, günstigere Energiepreise, weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungsverfahren. Nur so kann die Investitions- und Einstellungsbereitschaft der Unternehmen wieder gestärkt werden“, so Dirk Pollert.

„In der längsten Wirtschaftsflaute der Geschichte zeigt sich aber auch, dass eine berufliche Ausbildung ein hervorragender Einstieg in den Arbeitsmarkt ist und Schutz vor Arbeitslosigkeit bietet. Denn die Arbeitslosenquote mit abgeschlossener Berufsausbildung liegt mit 2,9 Prozent hessenweit nur noch unwesentlich höher als die der Akademiker. Deshalb sollten die Chancen der betrieblichen Ausbildung durch eine gute Berufsorientierung an Schulen und mehr Praktika noch besser vermittelt werden. Und Studienzweifler und -abbrecher sollten eine berufliche Ausbildung in ihre Überlegungen mit einbeziehen.“

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