Pollert: Stellenabbau in der hessischen Industrie schwächt gesamten Arbeitsmarkt. 45.000 Industriejobs weniger seit 2019
Arbeitsmarkt Juni
Frankfurt am Main. Im Mai 2026 waren in Hessen über 208.000 Personen arbeitslos, über 350 weniger als im Vormonat. Der Arbeitsmarkt bleibt damit weiterhin angespannt und eine Trendwende ist nicht in Sicht.
„Der Industriestandort muss von der Politik in Land und Bund gestärkt werden, denn seit 2019 sind allein in Hessen schon über 45.000 Industriearbeitsplätze verschwunden. Damit bröckelt das Fundament unseres Wohlstands. Denn an jedem Industriearbeitsplatz hängen weitere Arbeitsplätze in Dienstleistungen, Handwerk und Handel. Die hessische Landesregierung und die Kommunen müssen den Standort durch schnellere Genehmigungen, zusätzliche Flächen für Ansiedlungen und Erweiterungen sowie den zügigen Ausbau zentraler Infrastrukturen für Energie und Verkehr stärken. Zugleich gilt es, die Chancen der Verteidigungswirtschaft für Hessen gezielt zu nutzen, um den Trend der Deindustrialisierung zu stoppen,“ erklärte Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).
„Zwar setzt die Landesregierung richtige Impulse, beispielsweise mit den Entbürokratisierungsgesetzen, doch das reicht nicht. Auch in Brüssel und Berlin müssen alle Weichen auf Wirtschaftswachstum gestellt werden! Wir brauchen dringend große, ausgabesenkende Sozialreformen für niedrigere Arbeitskosten, mehr Flexibilität im Arbeitszeitrecht, günstigere Energiepreise und einen radikalen Bürokratieabbau. Nur so werden die dringend nötigen Investitionen ausgelöst und Industriearbeitsplätze wieder aufgebaut und gesichert“, sagte VhU-Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert.
Weiterführende Informationen:
- VhU-Tabellen Grafiken Industriearbeitsplätzen nach Kreisen 2019 und 2026
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