31. VhU-Bildungsforum

31. VhU-Bildungsforum zur Individuellen Förderung: VhU fordert zielgerichtete Früh-Förderung der Kinder // Experten zeigen Möglichkeiten // Bildungspolitische Sprecher stellen sich  

23.03.2015 2 Min. Lesezeit

Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) fordert eine frühzeitige und zielgerichtete Förderung der Kinder, um den wachsenden und durch den wirtschaftlichen Wandel verändernden Fachkräftebedarf weiterhin mit klugen Köpfen zu sichern. Diese Förderung muss sich am einzelnen Kind orientieren, auf Bildungsstandards fußen, aber vor allem Kompetenzen schulen. Doch Erzieherinnen und Lehrkräfte fühlen sich diesem unbestrittenen Anspruch, der auch Lernprozesse zu individualisieren verlangt, im Alltag oftmals nicht gewachsen. Beim heutigen Bildungsforum der VhU diskutierten Schulexperten, Unternehmer und die bildungspolitischen Sprecher der Fraktionen im Hessischen Landtag, wie eine frühe Förderung jedes einzelnen Kindes gelingen kann, welche Voraussetzungen an den Schulen notwendig sind, wie die Lehrerfortbildung sich ändern und welche Rahmenbedingungen Politik schaffen muss.

Prof. Dr. Marcus Hasselhorn, Professor für Psychologie und geschäftsführender Direktor des DIPF (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung), stellte in seinem Vortrag die auf einem hohen Anspruch beruhende Herausforderung unseres Schulsystems der Wirklichkeit des Leistbaren gegenüber. Er betonte die Relevanz, sich bereits im Elementarbereich und in der Grundschule jedem einzelnen Kind zu widmen.

Eine gelingende individuelle Förderung hängt jedoch nicht nur vom Engagement der Erzieherinnen und Lehrkräfte ab. „Bildung beginnt bereits bei der Geburt. Alle Einrichtungen im Elementarbereich müssen zu Bildungseinrichtungen weiterentwickelt werden. Reine ‚Betreuungseinrichtungen‘ genügen nicht mehr und verschenken dringend gebrauchte Potenziale“, betonte Jörg E. Feuchthofen, Bildungs-Geschäftsführer der VhU. Bereits die PISA-Ergebnisse hätten den Bedarf einer Qualitätsentwicklung des Unterrichts verdeutlicht, der sich intensiv am individuellen Schüler orientiert.

Wie Lehrkräfte, verstärkt durch die Anforderungen der Inklusion, dem eigenen wie auch gesellschaftlichen Anspruch dennoch gerecht werden können, erläuterte Ulrike Krug, Schulamtsdirektorin im Staatlichen Schulamt Wiesbaden. Mit ihrer Projektgruppe erarbeitete sie das Konzept „Individuell fördern – Lernen begleiten“. Diese Fortbildung zeigt Lehrkräften, was sie tun können, um diesen Erfordernissen gerecht zu werden.

Dem Expertenkreis aus der schulischen Praxis, der Verwaltung und der Wissenschaft stellten sich auch die bildungspolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen Christoph Degen (SPD), Wolfgang Greilich (FDP), Mathias Wagner (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Bettina Wiesmann für die CDU.

Das Forum in Bildern:

Fotos: Gerd Scheffler

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