Der Wirtschaftsstandort Hessen profitiert vom Flughafen Frankfurt

Viele Unternehmenssitze und Europazentralen globaler Unternehmen sind auch wegen des Flughafens in der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main.

03.11.2025 2 Min. Lesezeit

Um was geht es?

Flughafen Frankfurt: Große Bedeutung für die Region

Die Luftverkehrswirtschaft ist eine unverzichtbare Säule des Wirtschaftsstandorts Hessen. Pandemiebedingt hatte die Branche tiefgreifende wirtschaftliche Verluste zu tragen. Wegen der hohen regulatorischen Belastungen in Deutschland entwickelt sich der heimische Luftverkehr deutlich schwächer als in anderen europäischen Ländern. In Deutschland lag die Luftverkehrsnachfrage 2024 bei nur 84,7 % zum Jahr 2019. Die europäischen Topmärkte liegen bereits deutlich über dem Niveau von 2019.

Der Flughafen Frankfurt ist mit rund 80.000 Beschäftigten Deutschlands größte Arbeitsstätte. Auch dank des Flughafens hat Hessen ein deutlich höheres Lohn- und Gehaltsniveau sowie eine stärkere Innovationsdynamik als andere Bundesländer. Viele Unternehmenssitze und Europazentralen globaler Unternehmen, ein internationales Finanzzentrum, die Messe und die EZB sind in der Metropolregion angesiedelt und über den Flughafen Frankfurt mit dem Rest der Welt verbunden.

In Frankfurt sind Flughafen, Airlines und Politik auf einem guten Weg, Luft und Schiene noch besser zu vernetzen. Eine gute intermodale Anbindung wird immer wichtiger.

Was braucht die Wirtschaft?

Zahlreiche Direktflüge ab Frankfurt in alle Wirtschaftsmetropolen der Welt

Die Drehkreuzfunktion des Frankfurter Flughafens bietet hessischen Unternehmen einen echten Wettbewerbsvorteil: Zahlreiche Direktverbindungen in alle Welt bedeuten mehr Kundennähe als Wettbewerber an anderen Standorten.

Was ist zu tun?

Flughafen Frankfurt: Wachsen lassen

  • Luftverkehr mehr wertschätzen
    Politiker sollten die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorteile des Weltflughafens viel stärker als bisher betonen.
  • Konkurrenz stärker beachten
    Einseitige Belastungen drohen zunehmend die Attraktivität des Drehkreuzes Frankfurt zu schwächen. Politiker in EU, Bund und Land sollten die starke Konkurrenz (außer-)europäischer Drehkreuze viel ernster nehmen. Sie müssen dringend für faire Rahmenbedingungen sorgen.
  • Intermodale Vernetzung stärken
    Zugreisende brauchen gute Bahnverbindungen zum Flughafen. Der Bund sollte Investitionen in die Schiene, wie etwa im „Deutschlandtakt“ vorgesehen, realisieren. Eine durchgehende Gepäckinfrastruktur vom Fernbahnhof in die Terminals ist zusätzlich zu realisieren.
  • Verlässliche Betriebszeiten
    Die Betriebszeiten am Flughafen Frankfurt dürfen nicht weiter eingeschränkt werden. Insbesondere die Nachtrandstunden, die für Interkontinentalflüge wichtig sind, müssen weiter genutzt werden können. Weitere Entgelterhöhungen für Starts- und Landungen in den Randzeiten müssen vermieden werden.

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