Pressemeldung in der Fuldaer Zeitung vom 22. April 2026
Terminal 3 ist ein Gewinn für Hessen
Christoph Schäfer bewertet die Eröffnung der neuen Abfertigungshalle des Frankfurter Flughafens als gutes Signal für den Wirtschaftsstandort Hessen und betont die Bedeutung des Airports für Unternehmen aller Art
Die Eröffnung von Terminal 3 ist mehr als ein Ereignis für den Flughafen Frankfurt. Sie ist ein gutes Signal für den gesamten Wirtschaftsstandort Hessen. In einer Zeit, in der in Deutschland oft über Stillstand, Mangel und verlorene Wettbewerbsfähigkeit gesprochen wird, zeigt dieses Projekt: Es wird investiert, es wird gebaut, und es gibt noch große Infrastrukturvorhaben, die Zuversicht ausstrahlen. Davon profitiert nicht nur das Rhein-Main-Gebiet. Davon profitiert ganz Hessen.
Der Frankfurter Flughafen ist weit mehr als ein Verkehrsknotenpunkt. Er ist ein zentraler Standortfaktor für Industrie, Mittelstand, Logistik, Dienstleister, Messewirtschaft, Hotellerie und Gastronomie. Für viele Unternehmen ist die internationale Erreichbarkeit kein Zusatznutzen, sondern Voraussetzung für Wachstum, Investitionen und unternehmerischen Erfolg. Wer Kunden aus aller Welt empfängt, exportiert, Geschäftsreisen organisiert oder auf schnelle Verbindungen in internationale Märkte angewiesen ist, braucht ein starkes Drehkreuz.
Genau deshalb ist Frankfurt für den gesamten Wirtschaftsstandort Hessen und das Rhein-Main Gebiet so wichtig. Der Flughafen stärkt die Anbindung unseres Landes an die Welt. Er erhöht die Attraktivität Hessens für Unternehmen und Investoren. Und er sichert Beschäftigung direkt am Flughafen, aber auch weit darüber hinaus: bei Zulieferern, Dienstleistern, in der Logistik, im Handel, im Gastgewerbe und in vielen anderen Bereichen. Ein starker Flughafen schafft nicht nur Mobilität. Er schafft Wertschöpfung, Aufträge und Arbeitsplätze.
Terminal 3 steht deshalb nicht für mehr Abfertigungsfläche allein. Es steht für Leistungsfähigkeit, Zukunftsfähigkeit und wirtschaftliche Stärke. Wer will, dass Hessen auch künftig ein erfolgreicher Industriestandort, Dienstleistungsstandort und Investitionsstandort bleibt, kann die Bedeutung des Flughafens Frankfurt nicht kleinreden.
Schon heute steht der Luftverkehrsstandort Deutschland im harten Wettbewerb mit anderen internationalen Drehkreuzen. Wenn die Belastungen hierzulande höher sind als anderswo, schwächt das nicht nur die Branche, sondern den gesamten Standort. Deutschland muss Drehkreuz bleiben und darf nicht zum Zubringer-Land werden.
Gerade deshalb muss aber auch die Politik die richtigen Rahmenbedingungen setzen. Der EU-Emissionshandel, die europäische Quote für synthetisches Kerosin und vor allem das Tempo im Klimaschutz müssen so ausgestaltet sein, dass uns hier keine Nachteile im internationalen Wettbewerb entstehen. Klimaschutz ist notwendig. Aber er darf nicht dazu führen, dass Verkehr, Wertschöpfung und Beschäftigung einfach an andere Standorte außerhalb Deutschlands und Europas verlagert werden.
Pressemeldung in der Fuldaer Zeitung vom 22. April 2026 - der Gastautor ist Vorsitzender des Verkehrsausschusses der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) und Direktionsleiter der Strabag AG, Direktion MitteWest, Darmstadt.
Ansprechpartner